Viele junge Menschen planen nach dem bestandenen Abitur die Aufnahme eines Studiums. Bei der Planung stehen nicht nur die Wahl der Universität und des Studienfaches, sondern auch die Finanzierung im Mittelpunkt. Der Staat unterstützt junge Menschen durch Leistungen nach dem BAföG, doch im Bewilligungsverfahren wird das regelmäßige Elterneinkommen angerechnet. Wenn das Einkommen von Vater und Mutter die Freigrenzen übersteigt, fallen die Studenten aus der Förderung heraus. Die meisten können jedoch eine teilweise Förderung durch das Bafög in Anspruch nehmen. Als Alternative zum Bafög bieten einige Banken einen verzinsten Studienkredit an.

Finanzierungsbedarf für das Studium ermitteln

Im ersten Schritt ist es notwendig, den Bedarf für die Finanzierung des Studiums zu berechnen. Dieser kann in den Universitätsstädten stark voneinander abweichen, da die Mieten und die Semesterbeiträge nicht einheitlich sind. Die teuerste deutsche Universitätsstadt ist Hamburg. Die durchschnittliche Miete für eine Studentenwohnung beträgt 413 EUR. Hinzu kommt ein Semesterbeitrag von 313 EUR. In der Hauptstadt Berlin sind die Mieten mit einem Durchschnittspreis von 363 EUR etwas günstiger. Der Semesterbeitrag liegt mit 310 EUR mit Hamburg fast gleichauf. In München müssen Studenten mit 616 EUR den höchsten Mietpreis zahlen. Dafür ist die Semestergebühr mit 129 EUR vergleichsweise günstig. Köln liegt mit 388 EUR Mietpreis und 262 EUR Semesterbeitrag mit den anderen Städten gleichauf. Hinzu kommen die Kosten für die Lebenshaltung, die stark schwanken können und nicht zuletzt von dem Einkommen der Eltern, aber auch von den Gewohnheiten des Studenten abhängen. Insgesamt wird ein durchschnittlicher monatlicher Bedarf von 918 EUR veranschlagt. In diesem sind alle Kosten enthalten, die der Student im Jahresverlauf zahlen muss. Die Gesamtkosten werden auf die einzelnen Monate aufgeteilt.

 

Als Student leben – Möglichkeiten zur Finanzierung des Studiums

 

Verschiedene Einnahmequellen für die Finanzierung des Studiums

Jeder Student hat Anspruch auf eine Unterstützung durch die Eltern. Voraussetzung dafür ist, dass die Eltern genug verdienen und dass die Ausbildung auf geradem Weg abgeschlossen ist. Für ein zweites oder drittes Studium brauchen die Eltern nicht aufzukommen. Reicht das Einkommen der Eltern nicht aus, besteht Anspruch auf Leistungen nach BAföG. Der durchschnittliche Student erhält 168 EUR Leistungen nach BAföG und 469 EUR von seinen Eltern. Neben seinem Studium erwirtschaftet er etwa 204 EUR durch einen Nebenjob. Die fehlenden 104 EUR zum Gesamtbedarf von 918 EUR kommen aus Erspartem oder es wird ein Kredit aufgenommen. Jeder Student kann
einen Kreditvergleich einfach durchführen und so finanzielle Engpässe durch eine zinsgünstige Finanzierung überbrücken. Da auch Studenten über ein festes Einkommen verfügen, sind viele Banken bereit, einen Kredit zu gewähren.

Sparpotenzial im Alltag

Trotz Nebenjob und Unterstützung durch die Eltern ist das Geld bei Studenten oft knapp. Im Alltag ergibt sich jedoch viel Sparpotenzial, das genutzt werden kann. So ist es möglich, eine Vielzahl an Rabatten, etwa bei Eintritten oder Telefonverträgen, in Anspruch zu nehmen. Für die Fahrt zur Uni oder nach Hause können Mitfahrgelegenheiten genutzt werden. Aber auch der Kauf von Second-Hand-Produkten und preiswerten Lebensmitteln im Discounter kann Monat für Monat Geld gespart werden. So gelingt es den meisten Studenten, während des Studiums gut mit ihrem Geld auszukommen.

Bildquelle: Pixabay, 1968077, Wokandapix
Infografik: smava

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