Jeder, der als Arbeitnehmer in Deutschland einem Beruf nachgeht, weiß, dass er Rechte und Pflichten besitzt. Diese Rechte und Pflichten werden über das branchenübergreifende Arbeitsrecht geregelt und sind für alle gleichermaßen bindend. Allerdings sind die einzelnen Aspekte des Arbeitsrechts – trotz vieler politischer Bemühungen in der Vergangenheit – nicht in einem einzigen Arbeitsgesetzbuch zusammengefasst worden.


Die wichtigsten Themen rund um das Arbeitsrecht verteilen sich vielmehr auf diverse Gesetze, die zum Teil von den Ländern, zum Teil vom Bund oder auch von der Europäischen Union erlassen worden sind und die in den verschiedensten Fällen zum Tragen kommen. Doch was sind die wichtigsten Grundregeln, die ein Arbeitnehmer zu beachten hat? Hier kommt ein kurzer Überblick.

Grundsätzliches wird im Arbeitsvertrag geregelt

Wer ein festes Arbeitsverhältnis bei einem Unternehmen eingeht, der hat einen Anspruch auf einen Arbeitsvertrag. In diesem sind die wichtigsten Dinge, die das Arbeitsverhältnis betreffen, geregelt. So wird dort die Arbeitszeit festgeschrieben, die Tätigkeit grob umrissen, der Urlaubsanspruch festgelegt, was im Krankheitsfall zu tun ist, und nicht zuletzt natürlich auch das Gehalt. Generell orientieren sich diese Verträge an den deutschen Gesetzen, ansonsten würde man sie als sittenwidrig bezeichnen und wären in der heutigen Zeit für keinen Arbeitnehmer empfehlenswert. Ist der Vertrag unterschrieben, gilt er als bindend für beide Seiten.

Knackpunkte, über die immer wieder gestritten wird

Knackpunkte im deutschen Arbeitsrecht, über die immer wieder diskutiert wird, sind zumeist immer wieder die gleichen. So kommt es zu Arbeitsrechtsprozessen sehr häufig bei Kündigungen, wobei die Arbeitnehmer bei den Arbeitsgerichten keine so schlechten Karten haben, weil es in Deutschland einen sehr guten Kündigungsschutz gibt. Vielfach wird auch über Überstundenregelungen gestritten, über die Weiterbeschäftigungen nach der Elternzeit oder bei längerer Krankheit, über den Jugendarbeitsschutz, oder schließlich auch darüber, was zu tun ist, wenn ein Arbeitnehmer einen Familienangehörigen zu Hause pflegen muss.

Im Zweifelsfall immer juristische Unterstützung einholen

Wer sich von seinem Arbeitgeber benachteiligt fühlt, oder der Meinung ist, dass ihm Unrecht widerfährt, der sollte sich in jedem Fall vor einer Auseinandersetzung vor einem Arbeitsgericht professionelle Hilfe durch einen spezialisierten Anwalt einholen. Dies empfiehlt sich, da die richtige Auslegung der Gesetze für die meisten Laien unklar ist, und es für einen erfolgreichen Arbeitsrechtsprozess auch immer wieder auf eine überzeugende Argumentation ankommt. Weitere Informationen zu Themen rund um das Arbeitsrecht finden Sie hier.


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