Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ist in Deutschland seit Jahren rückläufig. Im ersten Halbjahr 2015 beispielsweise sank die Zahl der Unfälle nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) erneut um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf etwa 420.000. Eine besondere Herausforderung stellt das Thema Arbeitsschutz für Personaldienstleister dar: Schließlich gehen die bei ihnen beschäftigten Arbeitnehmer nicht beim Personaldienstleister selbst ihrer Arbeit nach, sondern bei den Kundenunternehmen.

Vorschriften allein genügen nicht

„Generell genügen beim Thema Sicherheit am Arbeitsplatz Vorschriften auf Papier allein nicht, zusätzlich ist auch Kommunikation nötig“, betont Petra Timm vom führenden Personaldienstleister Randstad. Es gehe um die Gesundheit und damit um die Zufriedenheit und Produktivität von Mitarbeitern. Fachleute würden sich deshalb vorab die Arbeitsplätze der Zeitarbeitnehmer genau ansehen und mit den Kundenunternehmen die entsprechenden Anforderungen klären. Jeder Mitarbeiter erhalte auf dieser Basis eine umfassende Unterweisung im Hinblick auf den jeweiligen Einsatz und – falls erforderlich – eine persönliche Schutzausrüstung. „Wir merken, dass dabei das persönliche Gespräch mit dem Mitarbeiter sehr wichtig ist. Dadurch lassen sich auf kurzem Weg viele Fragen beantworten“, so Petra Timm. Auch Gespräche mit den Betriebsräten der Kundenunternehmen vor Ort seien oftmals hilfreich, um die Arbeitssicherheit optimal zu gestalten.

Regelmäßige Gefährdungsbeurteilungen

Neben der genauen Kenntnis der Arbeitsplätze im Kundenunternehmen ist es dem Personaldienstleister wichtig, beispielsweise regelmäßige Gefährdungsbeurteilungen als Bestandteil des Qualitätsprozesses durchzuführen und den Mitarbeitern zudem arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen anzubieten. Der Lohn: Seit 2009 ist Randstad durch die Audits der Verwaltungsgenossenschaft (VBG) zertifizierter AMS-Dienstleister – AMS steht für „Arbeitsschutz mit System“. (djd)

Foto: djd/randstad/thx

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