Wer sich heutzutage nach dem Schulabschluss auf dem Ausbildungsmarkt umsieht, der wird über kurz oder lang auf das Angebot der Bundeswehr treffen. Diese hat mittlerweile ihr Ausbildungsprogramm ausgebaut und bietet neben der militärischen Ausbildung in 40 zivilen Berufen Karriereeinstiege an.

Klingt verlockend. Schließlich übernimmt die Bundeswehr fast alle Kosten und sorgt für Unterbringung, Integration in eine bestehende Gemeinschaft und gute Aussichten für die berufliche Zukunft. Dabei empfiehlt es sich vor Abschluss des Ausbildungsvertrages, sich ganz genau zu überlegen, was man da unterschreibt.

Die Bundeswehr ist nun mal in erster Linie zur Landesverteidigung bestimmt. Die Ausbildungslehrgänge dienen dazu, neue Soldaten hinzuzugewinnen. Ob zivile oder militärische Ausbildungsrichtung: Bei den meisten Bundeswehr-Ausbildungslehrgängen verpflichtet man sich über einen Zeitraum, der über den Ausbildungszeitraum hinausgeht, für die Streitkräfte. Auch als ziviler Arbeiter ist man dabei nicht vor einem Auslandseinsatz gefeiht. Das kann natürlich auch ganz nützlich für den Lebenslauf sein, kommt auf den Einsatzort an. Außerdem ist der Drill innerhalb der Organisation nochmal ein ganz anderer, als man das von einer großen Firma erwarten würde.

Eine Ausbildung bei der Bundeswehr ist also nichts für Leute, die sich „nur“ nach einer Ausbildungsalternative umsehen. Sie kann aber belastbaren Menschen, die wissen, was sie wollen, durchaus eine Hilfe sein, mit relativ wenig Geld den Grundstein für eine Karriere zu legen. Gute Leistungen und Ausdauer sollte man ebenfalls mitbringen, denn vor der Aufnahme steht eine ziemlich langes Auswahlverfahren.