Diese Frage stellen sich mit Sicherheit viele Menschen, denn Zahnärzte und Kieferorthopäden verdienen nicht schlecht, dies ist die allgemeine Meinung über diese Berufsgruppe. Doch stimmt das wirklich?

Laut einer neuesten Studie des Deutschen Institut für Wirtschaftsordnung (DIW) haben Zahnmediziner die höchsten Stundenlöhne, noch vor Medizinern, Juristen und Betriebswirten. Deutsche Zahnärzte haben, laut Statistik, einen Stundenlohn von 19,33 Euro. Dahinter folgen die übrigen Mediziner mit knapp über 17,70 Euro die Stunde. Dies sind die Zahlen der Nettostundenlöhne. Ein Sozialarbeiter hingegen, mit einem Studienabschluss, kommt auf einen Stundenlohn von 8,90 Euro. Hiermit landet diese Berufsgruppe, die ein Studium abgeschlossen haben, auf dem letzten Platz.

Der Zahnarzt Lohn lockt Abiturienten

Viele Abiturienten überlegen zielgerichtet, welchen Berufsweg sie einschlagen sollen. Die Entscheidung ist manchmal schwierig, weil eine akademische Ausbildung länger dauert als eine betriebliche Ausbildung.

Danach kommt die Frage, welches Studienfach gewählt werden soll. Selbst wer sich für ein Medizin-Studium entscheidet, stellt sich dann die Frage, ob hier nicht ein Zahnmedizin Studium sinnvoller ist als ein allgemeines Medizinstudium, zumal der Nettostundenlohn eines Allgemeinmediziners ungefähr 2,00 Euro geringer ist, als der eines Zahnarztes.

Der Zahnarzt Lohn schwankt auch zwischen den Geschlechtern

Auffällig ist auch, dass es zwischen beiden Geschlechtern erhebliche Verdienstunterschiede gibt. Wie bereits erwähnt liegt der Zahnarzt bei 19,33 € die Stunde, Zahnärztinnen hingegen haben nur einen Stundenlohn von 15,50 Euro. Und diese Spanne ist auch in allen anderen Berufen vorhanden. Es handelt sich hierbei fast immer um eine Differenz von ungefähr 4,00 Euro. Der Allgemeinmediziner erhält 17,77 Euro, die Medizinerin nur 13,36 € die Stunde.

Zahnmedizin zu studieren ist zwar aus finanzieller Sicht besonders reizvoll, doch auch die Studienanforderungen sind, im Gegensatz zu anderen akademischen Berufen, sehr hoch. Geld sollte bei der Berufswahl also nicht an erster Stelle stehen.