Der Bewerbungs- und Onboardingprozess spielt in der heutigen Berufswelt eine große Rolle. In den vergangenen Jahren wurden die Verfahren und Prozesse rund um dieses Thema deutlich verändert. Besonders deutlich ist es in den digitalen Arbeitsfeldern zu erkennen. Doch wie läuft die Bewerbung dort typischerweise ab? Wir werfen einen Blick auf diese entscheidende Periode, in der es beiden Seiten darum geht, einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Die Recherche

Wer sich auf Jobsuche befindet, blickt noch immer mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die ausgeschriebenen Stellen. Mehr als drei Viertel der Suchenden konzentrieren sich inzwischen auf die vielseitigen Möglichkeiten, die das Internet zu bieten hat. In den letzten Jahren entwickelten sich zahlreiche Portale, die den Weg zu neuen beruflichen Horizonten weisen wollen. Ist eine ausgeschriebene Stelle gefunden, die den eigenen Vorstellungen entspricht, bieten sich zwei Möglichkeiten. Zunächst ist hierbei die direkte Kontaktaufnahme zu nennen, die einen kurzen schriftlichen Austausch ermöglicht. Andere Bewerber entscheiden sich dafür, direkt mit der Tür ins Haus zu fallen und die Bewerbung zu verschicken. Es hängt letztlich von den Umständen ab, welche dieser beiden Möglichkeiten besser geeignet ist.

Die Bewerbung selbst wurde auf diesem Portal zahlreiche Male diskutiert. Zwar ist sie ein elementarer Bestandteil des Prozesses, doch an dieser Stelle soll nur noch knapp auf die Bedeutung eingegangen werden. Eine strukturierte und vollständige Bewerbung umfasst die folgenden Punkte:

  • Ein persönliches Anschreiben
  • Einen ausführlichen Lebenslauf
  • Wichtige Zeugnisse
  • Arbeitsproben

Viele junge Unternehmen der digitalen Branche, die sich in einer Phase des rapiden Wachstums befinden, nehmen zudem gerne proaktive Bewerbungen entgegen. Selbst wenn die gefragte Stelle aktuell nicht ausgeschrieben sein sollte, ist es mit etwas Überzeugungsarbeit möglich, die eigenen Qualitäten in das Team einzubringen. Darauf macht etwa die Conblu GmbH aus Bremen aufmerksam. Die Geschäftsführer Ali Altun und Sebastian Hirt aus Bremen begleiten junge Unternehmen auf ihrem Weg des Wachstums und unterstützen die Leiter des Projekts. Häufig ist es dadurch möglich, die Projekte langfristig in die Conblu GmbH einzugliedern.

Der Onboardingprozess

Ist die Bewerbung an ihrem Ziel angelangt, beginnt der eigentliche Onboardingprozess. Junge Firmen der IT-Branche stellen für jegliche Rückfragen einen Feel Good Manager zur Verfügung. Auch die Geschäftsführer Ali Altun und Sebastian Hirt aus Bremen entschieden sich für diesen Weg. So haben die Bewerber zu jeder Zeit einen festen Ansprechpartner, an den sie sich mit ihren Fragen und Anmerkungen wenden können. Wichtig ist in diesen Tagen die Transparenz und Klarheit währen dieser Phase. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass der Eingang der Bewerbung bereits innerhalb eines Tages gemeldet wird. Seriöse Firmen, denen ein gutes Arbeitsklima am Herzen liegt, werden zudem Wert auf eine rasche Rückmeldung legen.

Um ein harmonisches Team zu formen, welches gerne zusammenarbeitet und das auch auf der zwischenmenschlichen Ebene auf der gleichen Wellenlänge ist, bietet sich ein direktes Kennenlernen an. Legt ein Arbeitgeber Wert auf dieses Gespräch, so ist dies kein Zeichen für ein schonungsloses Bewerbungsgespräch. Vielmehr geht es darum, eine persönliche Sicht auf die Dinge zu erhalten und sich einen umfassenden Eindruck des Bewerbers zu verschaffen.

Perspektivwechsel: Die Sicht der Personaler

Letztlich lohnt sich an dieser Stelle auch der Wechsel der Perspektive. Denn aus der Sicht des Unternehmens stellt sich die Frage, wie aus einem Bewerber ein erfolgreicher und loyaler Mitarbeiter werden kann. Während der Bewerber auf seiner Seite nach Möglichkeiten eines reibungslosen Einstiegs sucht, kann er an einigen Stellen auch auf die Ansätze des Personalers blicken. Kommuniziert dieser etwa klar und verständlich? Jeder Interessierte ist auf zentrale Informationen zum Unternehmen angewiesen, um sich ein Bild von den Anforderungen zu machen. Immer wichtiger wird in diesen Tagen ein genauer Blick auf die Unternehmenskultur. Welche Form der Kommunikation herrscht im Büro vor? Handelt es sich um ein lockeres Team, das unbeschwert an alle Aufgaben herantritt?

Darüber hinaus ist die allgemeine Wertschätzung wichtig, die Personaler die Bewerber spüren lassen. Dies beginnt mit einer raschen Eingangsbestätigung und setzt sich bei der transparenten und begründeten Rückmeldung zur Bewerbung fort. Wird der Bewerber während der Phase der Ungewissheit über die aktuellen Prozesse auf dem Laufenden gehalten, trägt auch dies zu einer positiven Grundstimmung bei. Zudem sollte auch das Onboarding mitarbeiterzentriert über die Bühne gehen. Dazu zählt zunächst der Anspruch, die Mitarbeiter offiziell willkommen zu heißen. Dieser Schritt ist bedeutsam, um das Eis auf allen Seiten zu brechen. Darüber hinaus haben sich in den vergangenen Jahren Modelle bewährt, die den neuen Mitarbeitern Mentoren zur Seite stellen. Besonders in größeren Firmen, in denen die Findungsphase ansonsten wenig strukturiert erscheint, bietet sich so ein stetiger Fixpunkt.

Die Findungsphase

Die ersten Arbeitstage stellen für erfolgreiche Bewerber stets eine besondere Zeit dar. In dieser Phase sehen sie sich mit vielen neuen beruflichen Eindrücken und den Kollegen konfrontiert. Durch innovative Ansätze ist es jungen Firmen in der letzten Zeit gelungen, den Druck aus diesem Prozess zu nehmen. Um schnell auf den gleichen Stand zu kommen und ein Gespür für die Ziele und Vorstellungen einer Firma zu gewinnen, finden in der Regel persönliche Gespräche mit der Geschäftsleitung statt. Auf diese Weise ist es möglich, sich schnell mit den aktuellen Aufgaben und den Grundlagen der Arbeit vertraut zu machen.

Je umfassender der erste Einblick ist und je mehr Zeit dafür eingeplant wird, desto leichter fällt es in der Regel, sich zurechtzufinden. Aus diesem Grund ist die Bedeutung der Findungsphase kaum zu unterschätzen. Hier hat der Arbeitnehmer die großartige Möglichkeit, zum ersten Mal über den Tellerrand zu blicken. Es liegt auf der Hand, dass auch Arbeitnehmer hier die Möglichkeit haben, einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Wer sich interessiert an der allgemeinen Organisation zeigt, kann leichter mit den ersten Aufgaben vertraut werden. Besonders mangelnde Initiative ist aus Sicht der Personaler ein Manko, das jedoch allzu leicht vermieden werden kann.

Werkstudenten haben Vorteile

In den vergangenen Jahren gewann auch das Modell der Werkstudenten immer mehr Anhänger. Firmen bieten dabei Studierenden die Möglichkeit, neben ihrem Studium einige Stunden in der Woche zu arbeiten. Häufig ist dies etwa ab dem vierten Semester möglich, wenn bereits einige theoretische Einblicke gesammelt werden konnten, die nun in den Arbeitsprozess eingebracht werden können. Die Vorteile für die Unternehmen, insbesondere in der IT-Branche, liegen auf der Hand. Sie haben die Möglichkeit, sich junge und kreative Unterstützung für ihr Team zu sichern. Die Studenten bringen bereits viele Fähigkeiten mit, die sie in Projekte einbringen können. Darüber hinaus ist die Arbeitskraft am Ende deutlich günstiger, als ein fest angestellter Mitarbeiter.

Doch nicht nur auf der Seite der Unternehmen hat dieses Modell einige Vorteile. Letztlich genießen die Studierenden die Möglichkeit, Berufserfahrung zu sammeln, die für sie noch sehr wertvoll werden kann. Zunächst ist es in vielen Studiengängen möglich, sich die praktische Erfahrung anrechnen zu lassen und damit ECTS zu erhalten. Gleichsam verfügen die Studierenden nun über ein hilfreiches Einkommen, das ihnen die Möglichkeit bietet, die Kosten des Studiums in Gänze zu tragen. Während klassische Nebenjobs nicht zur Weiterbildung in beruflicher Hinsicht beitragen, sondern in andere Geschäftsfelder verlagert sind, ist es hier möglich, beide Punkte unter einen Hut zu bringen.

Häufig entsteht bereits in der Zeit als Werkstudent eine gewisse Bindung zum Unternehmen und den Mitarbeitern. Sind beide Seiten an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert, so ist es bereits hier möglich, die berufliche Heimat zu finden. Sollte der direkten Übernahme nach dem akademischen Abschluss etwas im Wege stehen, so ist es noch immer möglich, bei künftigen Bewerbungen mit den gesammelten Erfahrungen zu glänzen. Da viele Studierende allein Kenntnisse in der Theorie mit sich bringen, sind viele Firmen gewillt, ehemalige Werkstudenten in ihr Team aufzunehmen. Hier haben sie die Gewissheit, dass grundlegende berufliche Praxis bereits vorhanden ist, die es leichter macht, den jungen Arbeitnehmer in den Arbeitsprozess zu integrieren und ihn mit Aufgaben betraut zu machen.

Anderweitig Erfahrungen sammeln

Frühzeitige Kontakte zu einem attraktiven Unternehmen sind in jedem Fall ein Vorteil. Doch auch abseits der Tätigkeit als Werkstudent ist es möglich, hier einen ersten Blick hinter die Kulissen zu werfen. Wer nicht gerade dual studiert, verfügt über ausgedehnte Semesterferien. Gerade diese bieten sich an, um abseits der Pflichtaufgaben Praktika zu absolvieren. Dadurch ist es möglich, nicht nur die künftige Bewerbung etwas aufzughübschen. Darüber hinaus bietet sich die Gelegenheit, Kontakte zu einzelnen Unternehmen zu knüpfen. Ist die erste Luft der Arbeitswelt erst einmal geschnuppert, so zeigt sich schnell, welche Art der Aufgabe den eigenen Vorstellungen entspricht. Auch der Charakter eines Unternehmens lässt sich leichter einschätzen, was für künftige Bewerbungen von Vorteil sein kann.

Die Abschlussarbeit ist ein weiterer eleganter Weg, um in Kontakt mit führenden Firmen der eigenen Branche zu kommen. In vielen Studiengängen ist es möglich, diese in Kooperation mit einem Unternehmen zu schreiben. So können aktuelle Projekte als Thema ausgewählt werden, die einen vielseitigen Einblick bieten. Dies erleichtert nicht nur die Organisation der Arbeit und die Recherche, die im Vorfeld stattfinden muss. Darüber hinaus ist es möglich, auf diese Art und Weise von den Erfahrungen der Kollegen zu profitieren, die einige Jahre zuvor an gleicher Stelle standen. Hin und wieder ist es durch die in Kooperation geschriebene Abschlussarbeit möglich, an Zusatzqualifikationen zu kommen, die in den kommenden Jahren ebenfalls einen Vorteil bieten können.

Der beliebte zweite Weg

Nach dem klassischen Muster wäre es eigentlich angebracht, jede Bewerbung direkt an den Personaler zu richten. Schließlich steht dieser für den Themenbereich in der Verantwortung. Ein solcher Ansatz kann sich jedoch als Risiko erweisen. Denn der klassische Personaler ist für seinen genauen Blick auf die Qualifikationen eines Bewerbers bekannt. Ist ein Neuling etwa nicht dazu in der Lage, die ersehnte Erfahrung im Beruf in die Bewerbung zu integrieren, so kann dies für ihn sehr schnell das Aus im Prozess bedeuten. Auch aus diesem Grund versuchen viele Bewerber, sich mit ihrem Schreiben an eine andere Stelle zu richten. Ihr Ziel ist es, mit den Daten direkt bis zum Chef zu gelangen. Dafür wird gerne eine Metapher verwendet, die in den Ohren der Personaler klingelt. Diese würden das Team bewachen wie ein Schäferhund seine Herde. Der beliebte zweite Weg der Bewerbung, der jedoch über keine Erfolgsgarantie verfügt, setzt auf den direkten Kontakt zum Schäfer.

Es liegt auf der Hand, dass nicht jede Bewerbung zum Erfolg führen kann. So zeugen etwa proaktive Schreiben von einem besonderen Engagement eines Bewerbers, welches Eindruck machen kann. Auf der anderen Seite stehen in diesem Fall die Chancen nicht immer gut. Schließlich ist es möglich, dass das Unternehmen trotz der persönlichen Qualifikationen in diesem Bereich bislang keinen Bedarf für weitere Verstärkungen sieht. An dieser Stelle kann die Initiative auf eine große Leere treffen und damit ihr eigentliches Ziel verfehlen. Dies muss jedoch nur einen temporären Rückschlag für die eigenen Bemühungen bedeuten, der sich leicht wieder ausbügeln lässt.

Es muss nicht alles glatt laufen

Wer über Wochen und Monate mit den abgeschickten Schreiben keinen Erfolg hat, sollte nicht an den eigenen Fähigkeiten zweifeln. Wichtig ist in diesem Fall, sich weiterhin selbstbewusst bei den Unternehmen zu präsentieren. Vielleicht lohnt sich der Blick auf die persönlichen Ansprüche, um an etwas mehr Klarheit zu kommen. Wie steht es etwa um die Auswahl des Standorts? Können auch weitere Entfernungen zum aktuellen Wohnort in Betracht gezogen werden? Besonders in der IT-Branche kommt mit dem Mangel an qualifiziertem Personal ein weiterer unterstützender Faktor hinzu. Viele Unternehmen sind händeringend auf der Suche nach neuen Bewerbern und gewillt, diese in das Team zu integrieren.

So stark sich manche Branchen in diesen Tagen wandeln, so flexibel präsentiert sich auch der Prozess der Bewerbung. In diesen Tagen blicken die Bewerber auf einen neu strukturierten Prozess, der es möglich macht, sich schneller in einem Team einzufinden und die Arbeit mit dem ersehnten Enthusiasmus aufzunehmen. Auf der anderen Seite ist es bei den vorgestellten Schritten bereits möglich, auf die eigene Person aufmerksam zu machen. Am besten gelingt dies nach wie vor, indem der Kontakt zum Unternehmen bereits während der Zeit der beruflichen Ausbildung hergestellt wird. Darüber hinaus lohnt es sich, unvoreingenommen an das Thema heranzutreten, um auf diese Weise den Weg bis zum ersehnten Engagement zu ebnen.

Bildquelle: Pixabay, 1979261, 089photoshootings

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