Brainfood ist der neue Trend: Kaffee und Kakao sollen uns schneller denken und besser speichern lassen. Langfristig hilft diese Methode unserem Gehirn jedoch nicht. Brainfood ist quasi jedes Nahrungsmittel, das unsere kognitive Gehirnleistung steigern kann. Dazu zählen angeblich Nüsse, Avocado, Süßkartoffeln und unzählige andere Lebensmittel. Eine Studie behauptet nun, dass Kakao unsere Leistungsfähigkeit steigere. Zwar belegte das damit verbundene Experiment die These nicht – man legte die Testgruppe mit der Kontrollgruppe zusammen und verfälschte das Ergebnis ganz einfach.

Das Gehirn profitiert mehr von Traubenzucker als von Kakao

Fest steht, dass das menschliche Gehirn leider nicht auf Dauer vom Kakao profitieren kann, sondern höchstens kurzfristig. Das Gehirn kann nur dann etwas leisten, wenn die Versorgung mit Traubenzucker sichergestellt ist. Dieses gewinnt der Körper aus Stärke und Kohlenhydraten. Brainfood kann lediglich Defizite im Gehirn ausgleichen, ein ordentliches Essen bringt dem Gehirn allerdings viel mehr.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Das Thema Brainfood erinnert stark an den damaligen Hype um Omega-3-Fettsäuren, die die Gehirnleistung verbessern sollten – was jedoch nie belegt wurde. Seit 2012 versucht die EU- Kommission gegen die Gesundheitslügen vorzugehen. Auf Verpackungen darf nun nicht mehr mit der angeblich gesundheitsfördernden Wirkung geworben werden, wenn die EU diese nicht zugelassen hat.

Kaffee kann süchtig machen

Es ist also weiterhin nur ein Wunschgedanke, dass wir in unserem Job durch bestimmte Lebensmittel langfristig mehr Power und eine verbesserte Konzentration vorweisen können. Kaffee ist durchaus wichtig, um die Konzentration zu steigern und physisch sowie geistig wach zu bleiben. Trotzdem ist eine Flasche Wasser am Arbeitsplatz auch mal gut. Wasser ist zwar für die meisten kein Kaffee-Ersatz, jedoch ist die Kombination von Wasser und Kaffee für eine gute Leistungsfähigkeit am besten. Übermäßiger Kaffeegenuss kann zu Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit führen, sodass man am Arbeitsplatz nichts mehr leisten kann. Der Körper gewöhnt sich sehr schnell an den Kaffeegenuss und reagiert bei einer Herabsetzung der Zufuhr mit Entzugserscheinungen. Zittern, Herzrasen und Schweißausbrüche sind dann die Folge, die das Arbeiten behindern und nicht fördern.


Artikelbild: Birgit Brandlhuber – Fotolia

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