Junge Menschen, die den Beruf eines Rechtsanwaltes ausüben möchten, schauen dabei zuerst auf die blendenden Karrierechancen oder auf die hohen Verdienstmöglichkeiten. Wer sich jedoch konkret mit dem Ausbildungsweg zum Rechtsanwalt beschäftigt, der wird beizeiten feststellen, dass der Beruf im wahrsten Sinne des Wortes eine Berufung ist. Wenn Sie nämlich endlich am Ziel des Wunschberufes angekommen sind, dann werden viele Jahre eines zeitaufwendigen und anstrengenden Jura-Studiums hinter Ihnen liegen.

Ein Anwalt für alle Fälle

Wer eine Ausbildung zum Rechtsanwalt anstrebt, der wird über die Vielseitigkeit des Berufes erstaunt sein. Ein Rechtsanwalt handelt immer im Sinne seiner Mandanten und wahrt und vertritt deren Interessen bei Rechtsstreitigkeiten oder unterstützt als sogenanntes Organ der Rechtspflege das Richtergremium bei der Rechts- und Entscheidungsfindung. Allerdings kann ein Rechtsanwalt auch andere Berufe wie Notar, Richter oder Staatsanwalt ausüben. Doch der Weg zum Wunschberuf ist lang und in zwei Stufen untergliedert. Am Anfang steht ein Jurastudium an einer Universität, welches ungefähr 4,5 Jahre dauert. Ein abgeschlossenes Abitur mit einem sehr guten Notendurchschnitt ist Zugangsvoraussetzung für dieses Studium. Inhalte des Studiums sind unter anderem:

– Grundgesetz,
– Bürgerliches Gesetzbuch,
– Strafprozessordnung

sowie ganz verschiedene Rechtsgebiete wie Verwaltungsrecht, Strafrecht, öffentliches Recht und Bereiche zur Rechtsgeschichte. Das Studium endet mit der Ersten Juristischen Staatsprüfung.

Auf dem Weg zum Volljuristen

Mit der zweiten Stufe beginnt der praktische Teil der Ausbildung. Das sogenannte Referendariat führt den angehenden Juristen über verschiedene Institutionen wie Kanzlei, Gericht oder Verwaltungsbehörde und endet mit der Zweiten Juristischen Staatsprüfung. Die Zulassung zum Rechtsanwalt wird dann durch die Rechtsanwaltskammer erteilt. Juristen können sich nach Beendigung des Studiums zu Fachanwälten weiterbilden, zum Beispiel mit Spezialisierung in den Bereichen Patentrecht, Wettbewerbsrecht oder IT- und Datenschutzrecht. Berufsanfänger starten oft als angestellte Juristen in einer Rechtsanwaltskanzlei. Das hat zum einen finanzielle Gründe, zum anderen lässt sich unter dem Dach einer partnerschaftlichen Sozietät, wie beispielsweise der Hamburger Rechtsanwaltskanzlei BBS, auf jede Menge Erfahrung und Unterstützung zurückgreifen.

Fürsprecher des Mandanten

Rechtsanwälte sind Experten für juristische Fragen und stehen ihren Mandanten mit Rat und Tat zur Seite. Wenn Sie sich für den Beruf eines Rechtsanwaltes entscheiden, dann sollten Sie sich nicht nur für Rechtskunde interessieren, sondern auch einen analytischen Sachverstand und Menschenkenntnis besitzen.

Bildquelle: Ralf Kleemann – Fotolia

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