Die Tätigkeit des Bestatters ist für viele von uns ein undenkbarer Beruf. In dieser Branche gibt es aber noch einen ganz anderen Job – den Totenfotografen. Hierbei geht es um Dienstleistung, Fotografie und Trauerbewältigung. Kein Beruf für schwache Nerven!

Die Balance aus Kunst und Realität

Die Aufgabe des speziellen Fotografen besteht vor allem darin, den Hinterbliebenen zu helfen, den Tod eines geliebten Menschen zu akzeptieren. Es gibt sogar Ausstellungen von Totenfotografen, die ihre ungewöhnlichen Bilder – natürlich mit dem vorherigen Einverständnis des Verstorbenen – für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellen und den Menschen so das Tabuthema Tod näherbringen. Diese Fotokünstler fotografieren die Verstorbenen jedoch aus einer Perspektive, die vorteilhaft wirkt – so verhindern sie eine Art Voyeurismus und bewahren die Persönlichkeitsrechte. Der Verstorbene sieht auf den Bildern dann so aus, als würde er schlafen. Als Totenfotograf verzichtet man darüber hinaus auf Scheinwerfer, Blitze und andere künstliche Lichtquellen, da das Bild so natürlich und ungekünstelt wie möglich aussehen soll. Die Dienstleitung der Totenfotografie, die heutzutage weit verbreitet ist, soll den Hinterbliebenen die Möglichkeit geben, die Trauer zu verarbeiten, denn oft empfinden Menschen die Bestattung und vorherige Vorbereitung als surreal. In der Vergangenheit war es üblich, die Gesichter in Stein zu meißeln, eine Federzeichnung oder mithilfe eines Gipsabdruckes eine Totenmaske anzufertigen. Ob ihr einen Totenfotografen engagiert oder nicht, bleibt letztlich euch überlassen, denn sowohl die Umstände des Todes als auch die persönliche Fähigkeit zur Verarbeitung spielen bei der Entscheidung eine Rolle.


Bildquelle: Friday – Fotolia

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