Der Beruf Imker stirbt mehr und mehr aus. Trotzdem gibt es noch Auszubildende, die sich mit Bienen und Blumen beschäftigen möchten. Bienenstiche allerdings gehören dort auch zum Alltag.

Ausbildung zum Tierwirt

Der Deutsche Imkerbund beziffert die Anzahl der deutschen Hobbyimker mit 94.000, hauptberufliche Imker gibt es jedoch nur noch 100 in Deutschland. In Celle steht das Institut für Bienenkunde, an dem Interessierte lernen, wie man von der Imkerei leben kann. Das Institut gehört zum Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Es besitzt eine eigene Imkerei. Der Beruf heißt „Tierwirt Fachrichtung Bienenhaltung“ und die Auszubildenden lernen in drei Jahren alles, was mit Bienenzucht und Honigherstellung zu tun hat. Aber auch Pflanzen- und Tierkunde stehen in Celle auf dem Lehrplan.

Keine guten Karrierechancen

Wer nicht in einen Familienbetrieb einsteigt, braucht Rücklagen, um davon leben zu können. Und mindestens 300 Bienenvölker! Es gibt kaum Betriebe, die Imker suchen. Honig der Massenproduzenten wird schon lange nicht mehr in Deutschland hergestellt, sondern eingekauft und gemischt. Nur rund 20 Prozent auf dem deutschen Markt wird auch von deutschem Honig gedeckt.

Die Arbeit eines Imkers

Als Imker hat man einen landwirtschaftlichen Beruf, der stark vom Wetter abhängt. Auch Bienenkrankheiten, Überdüngung, Pestizide und abnehmendes Blütenangebot sind einige der zahlreichen Probleme. Imker müssen schwer heben und verbringen fast den ganzen Tag stehend. Die Hochsaison ist von Mai bis August. In den Wintermonaten kontrollieren Imker die Tiere, ob sie gesund sind, ob sie genug Nahrung haben und das Volk ernähren können. Am wichtigsten und wertvollsten sind die Königinnen, denn sie sind für ein produktives Bienenvolk verantwortlich.

Abschlussprüfung in Celle

Bei der Abschlussprüfung müssen die Auszubildenden ein Volk einwintern, Honigräume abfegen, Honig schleudern, abfüllen und Rahmen bauen. Am Anfang haben viele noch Angst, und es dauert, bis sie sich an die Tiere gewöhnen und Spaß an der Arbeit haben. Das Institut ist auch ein Wirtschaftsbetrieb, der mit 450 Bienenvölkern mehr als 18.000 Kilo Honig im Jahr verkauft. Außerdem geben sie jährlich mehrere Hundert Königinnen an andere Imker ab, damit auch sie Völker aufbauen können.


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