Die Gründe für einen Wechsel vom Angestellten zum Freelancer sind vielfältig. Neben dem Wunsch nach mehr Freiheit und Verantwortung stecken oft auch mangelnde berufliche Perspektiven in Unternehmen dahinter. Doch egal, aus welchen Gründen Sie den Schritt wagen, als Freiberufler zu arbeiten, mit diesen Tipps wird es etwas leichter.

Realistisch, aber nicht pessimistisch sein

Die Aussicht darauf, keinen Chef zu haben, sich den Tag frei einteilen zu können und mehr Verantwortung zu tragen klingt für viele Angestellte verlockend. Doch schätzen Sie die erste Zeit als Freelancer realistisch ein. Dazu gehört nicht nur die Erkenntnis Ihrer eigenen Stärken und Schwächen, sondern auch die Zeit, die Sie in den Aufbau Ihres Unternehmens stecken müssen. Die Akquise von Kunden oder Auftraggebern erfordert häufig viel mehr Zeit als gedacht, die Arbeit an manchen Projekten auch. Deadlines machen eine freie Zeiteinteilung nicht möglich und bei Problemen sind Sie häufig auf sich allein gestellt, um sie zu lösen. Eine gute Vorbereitung hilft zwar, viele Fehler zu vermeiden, doch die gemachten bieten auch die Chance, daraus zu lernen. Glauben Sie an sich und geben Sie nicht schnell wieder auf, wenn es nicht so läuft, wie erhofft. Hören Sie nicht auf, sich neue Herausforderungen zu stellen und Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten zu erweitern.

Nur nicht jeden Auftrag annehmen!

Auch wenn es gerade in der Anfangszeit notwendig erscheint, sollten Sie nicht jeden Auftrag annehmen. Wenn Sie die Aufgabe nicht bewältigen, schaden Sie Ihrem Ruf und gefährden so leicht dauerhaft den Erfolg Ihres Unternehmens. Da niemand kontrolliert, ob Sie arbeiten, ist es auch schwerer, die Motivation zur Beschäftigung mit einer Aufgabe aufzubringen, die Ihnen überhaupt nicht liegt. Ein dauerhaft zu hohes Arbeitsvolumen tut Ihnen auch nicht gut. Achten Sie auch darauf, neben der Arbeit noch immer genug Zeit für einen notwendigen Ausgleich zu haben. Sei es für Sport, Familie, Freunde oder Treffen mit anderen Freelancern. Von denen können Sie auch wichtige Tipps bekommen und von deren bereits gemachten Erfahrungen profitieren. Außerdem besteht die Möglichkeit, im Rahmen von Coworking freiberuflich zu arbeiten.

Nicht zu früh aufgeben

Gerade zu Beginn wird nicht alles so laufen, wie Sie es sich gewünscht haben. Geben Sie trotzdem nicht schnell auf. Setzen Sie sich einen realistischen Zeitrahmen und arbeiten Sie in der Zeit mit Volldampf daran, als Freiberufler erfolgreich zu werden. Seien Sie in der Zeit darauf gefasst, Abstriche am Lebensstandard zu akzeptieren oder sorgen Sie für ein finanzielles Polster, um die erste Zeit leichter zu überstehen.

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