Die meisten Studenten haben im Laufe ihres Studiums Zweifel, ob der Studiengang der Richtige für sie ist, oder ob sie überhaupt die erforderliche Leistung erbringen. Leistungsdruck, Selbstzweifel und Zukunftsängste sind da keine Unbekannten, die jedoch vom Großteil selbstständig im Zuge ihrer Selbstfindungsphase überwunden werden. Andere jedoch schaffen es nicht von allein aus dieser emotionalen Abwärtsspirale heraus.

Mut zu Fehlern

Die meisten Zweifel und Ängste während des Studiums entstehen, weil viele Studenten einfach nicht wissen, was konkret sie eigentlich wollen und können. Das erste Jahr vom Studium meistern fast alle Studenten souverän mit viel Elan und Motivation. Dann jedoch wird das Studieren zum Alltag, es bietet einem nicht mehr viel Neues. So mancher Student beginnt sich nun zu fragen, ob das Studienfach die richtige Wahl war, ob man überhaupt dafür geeignet ist und sich längerfristig mit dieser Fachrichtung identifizieren kann, und wie am Ende die konkreten Berufsmöglichkeiten aussehen. Die beste Möglichkeit, diese Fragen beantworten zu können, ist der Weg des Risikos – beispielsweise durch Praktika und Nebenjobs in verschiedenen Fachrichtungen. Auch wenn es sich am Ende als Fehler herausstellen sollte, erfährt man so direkt, was einem persönlich liegt und was eben nicht. Auch ein Studienfachwechsel kann helfen, da Wechsler größtenteils mehr Motivation und Engagement zeigen. Es ist wichtig, sich im Klaren zu werden, was man vom eigenen Leben eigentlich erwartet. Denn wer sein Studium ohne Freude und Ansporn absolviert, einfach um einen Abschluss vorweisen zu können, riskiert im späteren Berufsleben eine weitaus größere Unzufriedenheit.

Hilfe zur Selbsthilfe

Für diejenigen, die Probleme mit der Selbstfindung im Studium besitzen, gibt es die Möglichkeit von Karrierecoaching. Hier steht einem ein Coach (meist ein ausgebildeter Psychologe) persönlich zur Seite und führt einen durch die verschiedenen Möglichkeiten von Studium- und Berufswahlen im Hinblick auf die eigenen Fähigkeiten und Interessen – mehr Informationen dazu finden Sie zum Beispiel hier.
Doch es gibt auch Studenten, die dem inneren und äußeren Druck nicht gewachsen sind und durch ihre Selbstzweifel in eine psychische Abwärtsspirale aus Ängsten und Depression geraten. Auch die Angst vor dem Versagen und davor, sich vor anderen mit den eigenen Ängsten zu öffnen, verschlimmern die Situation. Hier ist es ratsam, sich in psychologische Behandlung zu begeben, um den Ängsten und deren Auslösern auf den Grund zu gehen. Es gibt auch universitätsintern psychologische Beratungsstellen, die sich der Studierenden annehmen.

Gestärkt in die Zukunft

Dass einem Studenten irgendwann einmal Zweifel am Studium und an der eigenen Person kommen, ist eher die Regel. Die meisten überwinden diese schnell und entdecken selbstständig, was sie wirklich können und für die Zukunft wollen. Andere wiederum schaffen dies nicht aus eigener Kraft und benötigen eine psychologische Beratung. Wichtig am Ende ist jedoch nur, dass zum Schluss alle wieder gestärkt in ihre Zukunft blicken können.

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