Jobs in der Medienbranche werden immer beliebter, damit steigt aber auch die Konkurrenz. Wer als Journalist bei einem namhaften Blatt oder Sender arbeiten will, muss sich gegen viele Mitbewerber durchsetzen.

Als Einstieg in die Welt der Medien eignen sich besonders gut Volontariate und Journalistenschulen. Das Problem: auch hier ist die Konkurrenz groß. Hier könnt ihr mehr zu den Voraussetzungen, Arbeitsbedingungen und Angeboten erfahren.

Ein Volontariat im Bereich Journalismus

Volontariate dauern in der Regel 12-24 Monate. Hier lernt man praktisch was es heißt, als Journalist zu arbeiten. Die Voraussetzungen können innerhalb der Branche variieren. In den meisten Fällen wird aber ein abgeschlossenes Hochschulstudium erwartet, sowie praktische Erfahrung. Die freien Plätze sind hart umkämpft. Um aus den vielen Bewerbern die geeigneten Kandidaten herauszufiltern, steht den Bewerbern ein hartes Auswahlverfahren bevor.

Nach der erfolgreichen Bewerbung wird der Kandidat zum Wissenstest eingeladen, es folgt häufig eine Präsentationsphase in der sich der Bewerber vorstellt. Manche Firmen machen zusätzlich noch einen Praxistest, bei dem dann unter Beweis gestellt werden soll, dass man auch unter Druck gut schreiben kann und für den Journalismus geeignet ist.

Während die meisten Volontariate stark variieren können, sind sie für Tageszeitungen und Zeitschriften stark reglementiert. Die Ausbildungsdauer beläuft sich auf mindestens 15 und maximal 24 Monate, dabei müssen mindestens drei Ressorts durchlaufen werden. Zum Thema Gehalt gibt es eine Tarifvertragliche Einigung, die rechtlich aber nicht bindend ist. Demnach ergeben sich folgende Gehälter für Volontäre bei Tageszeitungen und Zeitschriften: 1755€ im ersten Ausbildungsjahr, 2043€ im zweiten, dazu bezahlter Urlaub. Die Angaben sind Brutto.

Die meisten Zeitungen und Zeitschriften bieten Volontariate an, eine kurze Recherche im Internet reicht, um die genauen Voraussetzungen zu erfahren. Man sollte allerdings sein Vertrauen nicht in eine einzige Bewerbung setzen. Beim WDR zum Beispiel kommen auf 10 freie Plätze 500 Bewerber, die Chance genommen zu werden liegt also aus rein mathematischer Sicht bei 2%. Es gilt also die richtigen Bedingungen, durch Praktika und gute Vorbereitung, zu schaffen, um seine Chancen zu verbessern.

Journalistenschulen in Deutschland

Eine Alternative zum Volontariat ist die Journalistenschule. Besonders bekannt und renommiert sind die Axel-Springer-Akademie, die RTL Journalistenschule und die Henri-Nannen-Schule. Die Journalistenschulen haben einen stärkeren theoretischen Bezug. Gerade die Axel-Springer-Akademie setzt zu dem auf die Ausbildung von Medien-Allroundern, die Schüler lernen zum Beispiel wie man Podcasts erstellt und Videocatss schneidet. Man mag über das Axel Springer Imperium denken, was man will, aber die Schule gehört zu einer der besten des Landes.

Im Vergleich zu Volontariaten sind Journalistenschulen darauf ausgerichtet journalistisches Können zu vermitteln. Als Volontär hat man keinen Lehrer, der nur dafür da ist einem etwas beizubringen, man ist mehr auf sich selbst gestellt. Zu den theoretischen Anteilen kommt auch bei den Journalistenschulen der Praxisbezug. Es werden während der Ausbildung Praktika gemacht. Gerade die Henri-Nannen-Schule hat in diesem Bereich einiges zu Bieten. Die Schüler werden bevorzugt an den Spiegel und Die Zeit vermittelt, besonders begehrte Praktikumsstellen also.

Aber wie schon bei den Volontariaten gilt auch hier: Die Konkurrenz schläft nicht. Hier sind die Bewerberzahlen noch abschreckender. Die Axel-Springer-Akademie bietet jedes Jahr 40 Plätze an, der Bewerbungsbogen wurde über 10.000 Mal heruntergeladen. Die Henri-Nannen-Schule hat 20 Plätze, auf die sich 2.500 Leute beworben haben.

Ob Volontariat oder Journalistenschule, einen der begehrten Plätze zu ergattern ist sehr schwierig, wer es geschafft hat, kann aber damit rechnen die Karriereleiter schnell hochzuklettern.

Mehr Infos zu den Journalistenschulen gibt es hier.