Neben dem eigentlichen Kerngeschäft gibt es in allen Unternehmen eine Fülle weiterer Aufgabenbereiche. Denn das Geschäft muss organisiert und verwaltet werden. Während viele Betriebe beispielsweise schwierigere steuerrechtliche Fragen meist schnell von der Buchhaltung an ein Steuerberatungsbüro weitergeben, tun sie sich in anderen Fällen schwer, Arbeit außer Haus erledigen zu lassen.

Outsourcing bietet Chancen

Geld verdient ein Unternehmen mit den Produkten oder Dienstleistungen, die es anbietet. Backoffice-Tätigkeiten halten dagegen häufig genug von der eigentlichen Tätigkeit ab. Die Folge ist, dass weniger Aufträge akquiriert werden und die Bearbeitung laufender Aufträge oft nur schleppend voran geht. Umgekehrt stellt es meist ein hohes unternehmerisches Risiko dar, neue Arbeitskräfte für die Bewältigung des zusätzlichen Arbeitsanfalls einzustellen. Denn in wirtschaftlich schwächeren Zeiten kann es geschehen, dass für diese neuen Kräfte keine ausreichende Arbeit im Unternehmen vorhanden ist. Insofern ist es für Unternehmen überlegenswert, bestimmte Aufgabenbereiche auf Drittfirmen zu übertragen, die diese effektiver und damit häufig sogar günstiger erledigen können. So wie man in Sachen Vermarktung in der Regel mit Werbeagenturen zusammenarbeitet oder schwierigere rechtliche Fragen durch Fachanwälte in Großkanzleien klären lässt gibt es auch in anderen Unternehmensbereichen Möglichkeiten der Auslagerung von bestimmten Tätigkeiten.

Permanente Erreichbarkeit garantieren

Eine Möglichkeit der Nutzung externer Kräfte ist ein ausgelagertes Telefonsekretariat. Gerade kleinere Dienstleister stehen häufig vor dem Problem, telefonisch nur bedingt erreichbar zu sein, wenn so gut wie alle Mitarbeiter sich im Außendienst befinden, um Aufträge abzuwickeln. Ein ständiges Besetztzeichen auf den wenigen freien Leitungen schreckt dann potentielle Neukunden schnell ab. Diese wenden sich dann häufig umgehend an die Konkurrenz. Außerdem kommen die wenigen im Betrieb verbliebenen Arbeitskräfte kaum noch zu ihrer eigentlichen Tätigkeit. Gleiches gilt für eventuell notwendige aufwändige Dokumentationen und andere zeitraubende Tätigkeiten. In diesen Fällen wirkt es sich häufig positiv auf die Bilanz aus, wenn diese Routinetätigkeiten nicht den Arbeitsalltag beherrschen und verlangsamen.

Eine Frage der besseren Motivation

Nicht zuletzt wirkt es sich auch auf das Betriebsklima meist positiv aus, wenn Angestellte die Möglichkeit haben, ihre wahren Fähigkeiten zu zeigen, statt sich im Klein-Klein von Backoffice-Tätigkeiten Tag für Tag aufs Neue zu verzetteln. Insofern sorgt Outsourcing nicht zuletzt auch für eine höhere Motivation innerhalb des Unternehmens.

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