Der heutige Werbespot kommt von der Telekom. Die hat eine lange Geschichte in Sachen Werbung zu verzeichnen und hat mal mehr, mal weniger ansprechende Spots gebracht. Bei diesem hier sieht man aber, dass das Geld in die richtige Richtung geflossen ist.

Zugegeben, die Werbefachmänner hatten es hier einfach. Denn der emotional geladene Auftritt von Paul Potts in der britischen Casting-Shot BGT (Britain’s Got Talent) war ja bereits vorhanden, es musste nur aus den von der Telekom gekauften Rechten ein ansprechender Werbespot zusammengeschnitten werden.

Diese Aufgabe wurde gemeistert. Der Anfang kombiniert Menschen, die auf Potts Aussage, er wolle jetzt eine Oper singen, nur lachen können, mit dem untertitelten Live-Mitschnitt auf Englisch direkt aus der Show. Potts erscheint als komische Figur in einer Art Zirkus, bis er den Mund aufmacht. Ab dann sind alle gebannt und lauschen den Klängen, die aus der eigentlich komischen Situation etwas Beeindruckendes formen. Aber wie gesagt, bei der Vorlage hätte sich T-Mobile schon extrem dumm anstellen müssen, um die Werbung zu verhauen. Die Technologie des Werbeträgers – Internet-Handys, Laptops und Fernsehen – wird dargestellt als der Link, der die Geschehensebenen verknüpft und Potts Zauber in die Welt hinausträgt.

Eine simple Taktik – und sie geht auf. Damit ist mit einfachen Mitteln aus einem beeindruckenden Auftritt ein beeindruckender Werbespot geworden.

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Interessant ist Folgendes: Der Auftritt von Paul Potts ist bereits ein Jahr alt. Doch erst 2008 eroberte der Brite die Charts und stieg direkt auf Platz 4 in die Single- bzw Platz 3 in die Albumcharts ein.

Der Grund ist klar: Die Telekom Werbung hat nicht nur einen immensen Nutzen für die Firma, sondern auch für den darin auftretenden Künstler erbracht.