Ein Führungswechsel kann fatale Folgen haben, wenn er nicht sorgfältig vorbereitet ist. Wie vermeidet man Unstimmigkeiten und Enttäuschungen?

Unstimmigkeiten vermeiden

Mitarbeiter sind meistens davon überzeugt, genau zu wissen, wer welche Position übernimmt, wer aufsteigt oder absteigt. Wenn die Vermutung der Mitarbeiter stimmt, wird der Wechsel vermutlich gut klappen. Wichtig ist natürlich auch, dass die neue Führungskraft problemlos in die Rolle des Vorgängers schlüpfen kann. Anders sieht es aus, wenn eine unerwartete Person die Führung übernimmt. Wenn die Mitarbeiter der Meinung sind, dass der neue Chef ungeeignet sei, kann es zu Unstimmigkeiten kommen. Das Unternehmen riskiert, dass Mitarbeiter über einen Jobwechsel nachdenken, wenn sie mit dem neuen Chef nicht klar kommen.

Ehrlichkeit zählt beim Wechsel

Verantwortlich für einen guten Führungswechsel sind die Menschen im Unternehmen, die Personalentscheidungen treffen. Sie bereiten den Wechsel vor, sprechen mit den Mitarbeitern und begründen ihre Wahl. Wichtig ist, dass alle Entscheidungen für die Arbeitnehmer verständlich und nachvollziehbar sind. Neue Strategien sollten konkret benannt werden. Wann gibt man einen Führungswechsel bekannt? Das kommt immer auf das Unternehmen an: Unternehmen die börsennotiert sind, müssen laut Gesetz den Wechsel direkt nach dem formalen Beschluss bekannt geben. Mitarbeiter dürfen nicht vorher informiert werden. Bei Unternehmen, die nicht börsennotiert sind, empfiehlt es sich, die Entscheidung erst intern zu veröffentlichen.

Transparente Pläne verhindern Zweifel

Vorsicht: wenn es mehrere Kandidaten für den Wechsel gab, sollte man mit allen Mitarbeiten ein persönliches Gespräch führen. Es muss erklärt werden, warum sich das Unternehmen für einen anderen Kandidaten entschieden hat. Ein Gespräch mit Mitarbeitern, die mit oder unter der neuen Führungskraft arbeiten, sollte ebenfalls durchgeführt werden. Eine gute Zusammenarbeit ist nur möglich, wenn Veränderungen besprochen werden. Die Führungskraft selbst trägt ebenfalls dazu bei, dass der Start reibungslos funktioniert. Damit Gerüchte gar nicht erst entstehen, sollte der neue Chef das Gespräch mit den Mitarbeitern suchen und Bedenken aus dem Weg räumen. Ein Ziel nach Amtsantritt sollte formuliert werden, damit alle Mitarbeiter wissen, woran sie sind.
Manchmal missglückt der Start. Wenn sich Misstrauen und Gerüchte breit machen, muss die neue Führungskraft mit Können überzeugen. Ein ruhiges Gespräch mit einer neutralen Person kann helfen: die Mitarbeiter werden gebeten, ihre Zweifel zu äußern. Ehrlichkeit ist in dieser Situation das A und O. Nur so können Zweifel und Bedenken beseitigt werden.


Quelle des Bildes: Michaela Rofeld – Fotolia

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