Fernab der großen Verlage bildet sich eine neue Community der Self-Publisher. Ähnlich YouTube entstehen Kanäle, über die man seine eigenen literarischen Werke veröffentlichen und direkt einer breiten Leserschaft bereitstellen kann. Die Rede ist von Ebooks und Plattformen wie epubli oder Kindle Desktop Publishing.

Veröffentlichen leicht gemacht

Der Traum, ein eigenes Buch zu veröffentlichen, muss heutzutage kein Traum mehr sein. Wer ein eigenes literarisches Werk veröffentlichen will, ist nicht mehr an die Gunst von großen Verlagen gebunden, sondern kann online über verschiedene Portale zum Self-Publisher werden. Autoren wie Jana Falkenberg („Liebe Sex und andere Katastrophen“) zeigen, dass eine solche Karriere möglich ist. Und die Vorteile des Self-Publishings gegenüber einer Veröffentlichung in einem Verlag überwiegen zum Teil. Hier gibt es weitere Informationen zu diesem Thema. Man muss nicht monatelang auf eine Zu- oder Absage warten und ist nicht an dessen Anforderungen oder Abgabetermine gebunden. Die angebundene Social Media Community erlaubt einzelnen Autoreine ungeahnte virale Verbreitung.

Qualitätskriterien?

Das Self-Publishing bringt ein großes Problem mit sich: Jeder kann jetzt ein Werk veröffentlichen, eine Redaktion gibt es nicht. Dieses birgt die Gefahr, dass das veröffentlichte Ebook nur zum Teil lesbar ist. Auch die schiere Vielzahl an Neuerscheinungen, die sich oftmals auf einige wenige Themen wie Fantasy oder Erotik beschränken, sind von der Community im Netz abhängig. Hier liegt es an ihr, dem Autoren ein angemessenes Feedback in Form von Kritik oder Lob entgegenzubringen und gute Texte über Social Media weiter zu verbreiten. Auch wenn die Sparte der Selbstveröffentlichungen von Verlagen, Feuilletons und alteingesessenen Rezensionisten noch oft belächelt wird. In der Sparte steckt Potential.

Die Zukunft der Literatur

In der digitalen Welt ist es wichtig, die vielen verschiedenen Kanäle auszuschöpfen, die sich einem Jungautoren bieten. Ebooks und diverse Portale geben einem die Möglichkeit, über das Selbstpublizieren das eigene Werk auf den Markt zu bringen, unabhängig von der Arbeitsweise und der Annahme von Verlagen.

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