In Deutschland erfolgen Ausbildungen in der Regel nach dem dualen System: Die Auszubildenden lernen praxisnahe Inhalte im Betrieb sowie theoretische Kenntnisse und Allgemeinbildung in der Berufsschule. Unternehmen, die sich zur Ausbildung von Nachwuchskräften entschließen, investieren in ihre Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit.

Voraussetzungen für Ausbilder

Der Ausbildungsbetrieb hat laut Ausbildungsordnung die Aufgabe, den zukünftigen Fachkräften sämtliche Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen praxisnah zu vermitteln, die für den gewählten Beruf relevant sind. Um Nachwuchskräfte auszubilden, sind geeignete Fachkräfte im Unternehmen notwendig. Als Ausbilder geeignet sind Mitarbeiter, die über eine abgeschlossene Berufsausbildung und längere Berufspraxis verfügen. Neben der fachlichen Eignung ist außerdem eine berufs- und arbeitspädagogische Eignung nachzuweisen. Die Ausbildung der Ausbilder wird in der Regel im Umfang von etwa 100 Stunden angeboten. Interessenten können aber auch an einem Fernlehrgang teilnehmen. Am Ende der Weiterbildung steht die Ausbilderprüfung, die in einen mündlichen und schriftlichen Teil gegliedert ist. In der mündlichen Prüfung führt der Teilnehmer eine selbst gewählte und gestaltete Ausbildungseinheit vor, im schriftlichen Teil beschäftigt er sich mit einer fallbezogenen Aufgabenstellung. Erfahrene Ausbilder mit langer Berufspraxis dürfen auch in verwandten Berufen ausbilden. Weitere Informationen über die Ausbildung der Ausbilder und die dazu gehörige Prüfung finden Sie auch hier.

Anforderungen an den Ausbildungsbetrieb

Mit der Ausbildung von Nachwuchs investieren Unternehmen in ihre eigene Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit, da sie auf diese Weise einem Mangel an qualifizierten Fachkräften vorbeugen. Ob ein Unternehmen als Ausbildungsstätte geeignet ist, wird von der IHK geprüft. Sie berät und unterstützt die Betriebe außerdem bei der Einrichtung von Ausbildungsplätzen. Zu den Anforderungen gehört die Ausstattung des Betriebes mit technischen Geräten und Arbeitsmitteln, die dem aktuellen Standard entsprechen. Weiterhin muss das Unternehmen in der Lage sein, sämtliche in der Ausbildungsordnung vorgesehenen Fertigkeiten und Erfahrungen zu vermitteln. Wenn sich ein Unternehmen stark auf ein Fachgebiet spezialisiert hat, besteht die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit anderen Betrieben, die dann im Verbund ausbilden können.

Ausbildungsplätze schaffen

Mit der Einrichtung von Ausbildungsplätzen verschaffen Unternehmen jungen Menschen einerseits eine solide berufliche Perspektive. Andererseits investieren sie in ihre eigene Zukunft, wenn sie dafür sorgen, dass es ihnen nie an qualifizierten Fachkräften mangelt.

Foto: thinkstockphotos, 148021743, iStock, Goodluz

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