Neben den staatlichen Universitäten gibt es mittlerweile auch mehr als 80 staatlich anerkannte Privathochschule in ganz Deutschland. Fünf Prozent aller Studenten sind an einer staatlich anerkannten Privathochschule eingeschrieben. Sie locken mit internationalen Studienangeboten, guter Betreuung – allerdings fordern sie im Gegenzug eine Menge Geld von ihren Studenten.

Was spricht eigentlich für die private Hochschule?

Private Hochschulen prahlen mit optimalen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium, mit nobler Ausstattung und einem beinahe familiären Umfeld ­ – und das auch verdient. Während man auf einer staatlichen Uni seinen Dozenten nur von weitem kennt, steht man auf privaten Unis im engen Kontakt mit den Professoren. Beim Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung belegen private Hochschulen die vordersten Plätze. Die Studierendenurteile fallen sehr gut aus, bei den Forschungsindikatoren schneiden sie allerdings eher Mittel ab.

Privat zu studieren muss man sich leisten können

Private Unis sind leider immer mit hohen Kosten verbunden, denn sie werden nicht durch den Staat finanziert, sondern durch die Studenten. Durchschnittlich müssen sie 500 Euro im Monat zahlen. Insgesamt kostet ein privates Studium zwischen 10 000 und 35 000 Euro!

Bieten Privat-Unis mehr Praxis?

Diese Frage kann man nur bejahen. Es gibt Pflichtpraktika und Auslandssemester. Währenddessen bieten staatliche Unis Unterricht ohne praktischen Nutzen an. Aber auch die Staatlichen Unis gucken sich etwas ab. Beispiel: In München wird ein Alumni-Netzwerk aufgebaut.

Staatliche Absolventen haben gelernt sich durchzusetzen

Hat man mit einem privaten Abschluss bessere Chancen auf dem Berufsmarkt? Jens Rönnberg vom Wirtschaftsprüfer PricewaterhouseCoopers ist der Meinung, dass Anspruch und Wirklichkeit bei den Absolventen der privaten Universitäten oft sehr weit auseinander liegen. Das kann daran liegen, dass Studenten der staatlichen Unis sich ganz selbstständig um Praktika kümmern müssen und sich ihren Erfolg viel härter erkämpfen müssen – während Studenten an privaten Unis alles hinterhergetragen bekommen.

Es geht um persönliche Prioritäten und Zukunftsvorstellungen

Zusammenfassend kommt es darauf an, was DIR persönlich wichtiger ist: Praxisnähe und Apple PCs in der Uni- oder die günstige Variante, in der man sich den Hörsaal auch mal mit ein paar Hundert anderen Studenten teilen muss. Die staatlichen und privaten Hochschulen ergänzen sich. Du musst dich also fragen, welcher Studiengang zu dir und deinen Plänen für die Zukunft passt!


Bildquelle: Robert Kneschke – Fotolia

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