Seit Urzeiten hieß es “Studier was, Junge, dann wirste was!”. Heutzutage hat sich die Welt im Gegensatz zu der Welt unserer Eltern sehr stark verändert. Studieren ist nun mit echten, zum Teil finanziellen, Hürden verbunden.
Die Universitäten laufen bei gefragten Fächern fast über. Gleichzeitig werden vielerorts Fächer wieder abgebaut. Vor allem die Geisteswissenschaften leiden unter dem von der Globalisierung katalysierten “Wenns kein Geld bringt, streich es”-Wahn in Deutschland. Das Studium wird mit dem Einführung des Bachelorsystems weniger eine Bildungssache, als eine berufsausrichtende Spezialisierung, die aber die Eingewöhnungszeit im Beruf sowieso nicht ersetzen kann und somit immer mehr zur Farce verkommt.
Gleichzeitig ist bei vielen Arbeitgebern schon in den Anforderungen für eine Bewerbung ein Studium Pflicht geworden - fast so, wie früher das Abitur. An anderen Stellen schadet ein Studium, mehr, als es nützt. Und wieder woanders ist vor allem Flexibilität gefragt und es ist egal, was du vorher gemacht hast. Letzteres verschwindet jedoch zusehends. Also alles wie immer? Nicht direkt. Dadurch, dass sich die einzelnden Unternehmen immer stärker globalisieren, gibt es nur noch sehr wenige Berufszweige, in denen eine lokale Ausbildung reicht. Auf dem Arbeitsmarkt sind die Plätze, für die man eine Ausbildung benötigt, heiß begehrt und fallen meistens schnell raus.
Wer auf dem Briefkopf ein “Dr.” zu stehen hat, der wird es auf der anderen Seite weiterhin schwerer haben, als beispielsweise Diplomingenieure. Es geht eben immer mehr darum, wer entscheidet und schnell schaltet, als um intelligentes Denken.