Viele Firmen verzichten bei Stellenausschreibungen auf konkrete Verdienstangaben und fordern die Bewerber auf, ihren Gehaltswunsch selbst zu formulieren. Eine Tatsache, die so manch einen verunsichert. Sollte man lieber bescheiden bleiben, oder signalisiert man damit mangelndes Selbstbewusstsein?

Mit dem Rätselraten um das zukünftige Gehalt stehen viele Bewerber vor einer kleinen Herausforderungen. Gerade Berufsanfänger verfügen noch nicht über genug Erfahrungen, um den Gehaltswunsch realistisch einzuschätzen und sind verwirrt, ob die Aufforderung ein Kriterium ist, nach dem sich das Ausschlussverfahren für die zukünftige Arbeitsstelle richtet. Gilt Bescheidenheit als Zier oder sollte man sich selbstbewusst zeigen und kühn seine Vorstellungen äußern, wenn man schon mal die Gelegenheit hat?
Eine gute Lösung ist es bei der schriftlichen Bewerbung erstmal auf den Gehaltswusch zu verzichten oder zu vermerken, dass man sich darüber gerne in einem Bewerbungsgespräch äußern möchte. So kann man flexibel abschätzen, wie hoch sich die Entlohnung gemessen am Aufgabenbereich richten kann. Ein wichtiger Anhaltspunkt kann einem auch, falls man eh nicht nach Tarif entlohnt wird, der Austausch mit Bekannten oder Menschen, die im gleichen Tätigkeitsfeld beschäftigt sind, liefern. Das Sprichwort:”Über Geld spricht man nicht, das hat man.”, sollte man in dieser Situation getrost ignorieren.
Eine Bewerbung, die erstmal keinen Gehaltswunsch enthält, wird bestimmt nicht abgelehnt, während ein zu hoher oder gar gierig geäußerter Betrag durchaus ein Ausschlusskriterium sein kann. weiterlesen »
Networking war früher oft als Vetternwirtschaft und Vitamin-B-Spritze verschrien, doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Wer Networking geschickt für das Selfmarketing einsetzt, kann damit seine Karriere beschleunigen.
Networking ist eine gute und meist kostenlose Gelegenheit, um nach dem Prinzip der Mundpropaganda seine Karriere zu beschleunigen. Gerade Freelancer und Selbständige nutzen Networking, um sich neue Kontakte von Kunden und Auftraggebern zu vermitteln. Dabei wäscht eine Hand die andere.
Der Vorwurf, Networking sei Vetternwirtschaft, bei der sich weniger begabte Bewerber Jobvorteile durch ihre Beziehungen verschaffen, greift deswegen nicht, weil die Empfehlungen und damit verbundene schlechte Leistung ja auch immer auf den zurückfallen, der empfohlen hat. Während man früher das soziale und private Netzwerk zum Beispiel auf dem Golfplatz pflegte, macht es einem das Internet heute leichter. Online-Gruppen, Ehemaligenforen der alten Uni, aber auch die Freunde auf Facebook und Twitter können dabei Gold wert sein. So weiß man vielleicht über den Freund der Schwester der Freudin des Mitbewohners, den man vielleicht noch nie zuvor gesehen hat, eher von dem freien Job im Unternehmen, als dieser die Stelle ausschreiben kann.
Auch Networking-Seiten wie Xing sind für die Karriere wertvoll. Firmen und Headhunter können hier gezielt nach Mitarbeitern suchen und erhalten direkt einen Einblick in die Vita des Kandidaten. weiterlesen »
Das richtige Bewerbungsfoto ist für eine erfolgreiche Bewerbung mitunter sehr ausschlaggebend. Denn des Menschen Sinne reagieren auf optische Reize zuallererst.
Der erste Eindruck zählt, das wissen wir alle. Das Bewerbungsfotoist ihre Visitenkarte und zusammen mit den Bewerbungsunterlagen vielleicht die Eintrittskarte in den neuen Job.
Arbeitszeugnisse sind Dokumente, an denen sie nichts verändern können und auch ein tabellarischer Lebenslauf folgt einer immer gleich bleibenden, chronologischen Anordnung.
Das Foto im Lebenslauf aber haben sie selber in der Hand. Und da lohnt es sich, ein paar Euro mehr zu investieren. Wer schon mal den Unterschied zwischen einen Bild aus dem Passfotoautomaten und dem Bild eines professionellen Fotografen gesehen hat, dem wird schnell selber aufgehen, worauf es bei dem Foto im Lebenslauf ankommt.
Eigenkreationen, Automaten-Passbilder und auch zurecht geschnittene Urlaubsbilder sind ein absolutes „No Go“, denn mit dieser Art von Bildern, wird es mit einem Vorstellungsgespräch niemals klappen.
Aber ganz gleich, für welchen Job sie sich bewerben, ein gutes Foto hinterlässt immer einen besseren Eindruck, als es jedes Dokument könnte. Suchen sie sich ein Fotostudio mit einem Fotografen, der sich auf Bewerbungsfotos spezialisiert hat. Er wird wissen, welcher Hintergrund und welche Beleuchtung angemessen ist, um ihren Typ positiv hervorzuheben.
Er wird sie in die richtige Postion bringen, um vielleicht ein Doppelkinn oder Pausbäckchen aus dem Fokus des Betrachters verschwinden zu lassen.
Ebenso verfügt ein gut ausgestattetes Fotostudio auch über technische Möglichkeiten, ein Bild im Fall der Fälle ansprechend zu retuschieren. Kleine Hautunreinheiten oder dunkle Augenringe verschwinden dezent, ohne Ihnen eine Maske aufzusetzen. Denn jeder hat mal einen Pickel auf der Nase oder eine schlechte Nacht gehabt, aber das hat dem Foto im Lebenslauf nicht anzusehen.
Denn wer sich viele Gedanken um das Anschreiben und deren Formulierungen macht, sollte das Foto im Lebenslauf nicht vernachlässigen.
Online Bewerbungen sind bei Unternehmen immer mehr gefragt. Sie sind schnell und unkompliziert zu verarbeiten und erleichtern einen Vergleich der Daten. Online Bewerbungen können per Bewerbungsbogen oder E-Mail erfolgen.
Eine Online Bewerbung muss einer „klassischen“ schriftlichen Bewerbung in Puncto Individualität und Kreativität in Nichts nachstehen. Allerdings gilt es einige Aspekte zu beachten.
Weist der potenzielle Arbeitgeber in seiner Stellenanzeige explizit auf einen standardisierten Bewerbungsbogen auf seiner Internetseite hin, so sollte dieser auch genutzt und nicht aus gutem Willen dennoch eine postalische Bewerbung versendet werden. weiterlesen »
Für eine erfolgreiche Bewerbung ist ein einwandfreier Lebenslauf unerlässlich. In der Regel wird von Unternehmen ein Lebenslauf in tabellarischer Form verlangt. Worauf ist bei der Erstellung zu achten?
Bei der Erstellung eines tabellarischen Lebenslaufs sind zunächst einige Faustregeln zu beachten: Übersichtlichkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit. Die wichtigsten Punkte sollten für den potenziellen Arbeitgeber auf den ersten Blick erkennbar sein.
Der tabellarische Lebenslauf sollte keine Lücken aufweisen. Das heißt natürlich nicht, dass jede Woche belegt sein muss, doch wenn zum Beispiel zwischen Abitur und Studium eine Work and Travel Reise über ein Jahr unternommen wurde, sollte diese aufgeführt werden. Die Länge des Lebenslaufs sollte zwei Seiten nicht überschreiten, ohne dass die Übersichtlichkeit darunter leidet.
Am Anfang des Lebenslaufs stehen die persönlichen Angaben, wie Anschrift, Geburtsdatum und -ort sowie Familienstand. Angaben zu anderen Familienangehörigen und zur Religionszugehörigkeit werden in der Regel nicht mehr aufgeführt. Das Bewerbungsphoto wird entweder auf einem Extrablatt oder in die rechte obere Ecke des tabellarischen Lebenslauf geheftet. weiterlesen »
Das einfache Bewerbungsgespräch hat ausgedient. Assessment-Center sind die neue Waffe der Unternehmen bei der Jagd auf die Führungskräfte von morgen.
Im Assesment-Centern (kurz AC) wird in teils mehrtägigen Seminaren die zukünftige Führungselite auf Herz und Nieren geprüft. Dies betrifft nicht nur unternehmensfremde Bewerber, auch Vorstandsmitglieder müssen sich das manchmal gefallen lassen.
Die Kandidaten erwarten dabei zahlreiche Rollenspiele und Testsimulationen, welche den jeweiligen Bewerber durchaus beträchtlichem Druck aussetzen. Hier sollen vor allem Fähigkeiten im Stress- und Zeitmanagement, in der Aufgabendelegation und dem Teamwork getestet werden.
Zudem sollte sich der Teilnehmer bewusst sein, dass er ständig unter Beobachtung steht. Dies betrifft mitunter auch die Pausen.
Auf den ersten Blick mag es erscheinen, als ginge es hier darum, ein Werkstück auf Herz und Nieren zu prüfen, um das optimale Produkt zu erhalten. Jede Schwachstelle wird ausgemerzt, jenseits jeglicher persönlicher Qualitäten. Kaum ein Vergleich zu einem “normalen” Vorstellungsgespräch.
Der Lebenslauf ist wichtiger Bestandteil in einer Bewerbung. Normalerweise wird ein tabellarisches Dokument verlangt, das ebenso wie das Anschreiben in gedruckter Form eingereicht wird. Doch in manchen Fällen fordern die Firmen auch handgeschriebene Lebensläufe in Aufsatzform. Was dabei zu beachten ist, lesen Sie hier.
Im Grunde gibt es für die Forderung nach einem handschriftlichen Lebenslauf nur zwei Gründe: Entweder ist die Handschrift in dem angestrebten Beruf von außerordentlicher Wichtigkeit oder die Handschrift soll graphologisch begutachtet werden, denn der Schreibstil soll Rückschlüsse auf Charaktereigenschaften zulassen.
Wichtig ist zunächst ein hochwertiges blankes Schreibpapier. Von einfachem Kopierpapier ist auf jeden Fall abzuraten! Um ein gerades Schriftbild zu erreichen, kann ein liniertes Blatt Papier unter gelegt werden. Auch sollten keine Kugelschreiber oder Filzstifte verwendet werden, sondern Füller mit blauer Tinte. weiterlesen »
Heutzutage wird viel vom bekannten Vitamin B gesprochen. Jobs kommen durch Empfehlungen oder Netzwerke im Internet zustande und oft nicht durch eine traditionelle Bewerbung. Doch genau das kann talentierten Personen ohne unendliche Kontakte auf die Füße fallen.
Um seinen Studenten ein frühzeitiges Kontakteknüpfen zu ermöglichen, findet z.B. am 15.10.08 an der Hochschule Fresenius ein sogenannter Career Day statt. Die private Uni hat Premium-Kooperationspartner und lädt deren Personalverantwortliche ein um sich mit derzeitigen und ehemaligen Studenten der Hochschule auszutauschen. Die Studenten lernen somit welche Anforderungen die Personaler stellen und welche Qualitäten sie sich erhoffen. Partner aus der Wirtschaft sind beispielsweise die Verlagsgruppe Handelsblatt, Peek & Cloppenburg oder Vodafone aber das sind nur ein paar Beispiele.
Mir gefällt dieses Prinzip der frühzeitigen Vernetzung, als Student ist das natürlich klasse. Diskussionswürdig ist jedoch, ob diese Form der Angestelltenauswahl für Außenstehende eine zu große Mauer baut bzw. den Weg für Menschen, die aus weniger gut betuchten Familien kommen nicht extrem erschwert. Damit wird diese sehr soziale Idee zur Hilfe der Kontaktierung mehr und mehr zu einem Hindernis, das unsoziale Aspekte in sich trägt.
Für Neulinge im weiten Feld der freien Wirtschaft ist es ja oft so, dass sie gerade mal die Ausdrücke Brutto und Netto kennen - aber nicht, welche Abgaben zu leisten sind und was vom hohen Bruttogehalt de facto übrig bleibt.
Die Steuerklasse richtet sich nach den Lebensumständen des Arbeitnehmers. Die bestimmt, welchen Freibetrag er oder sie erwirtschaften kann. Dieser wird vom zu versteuernden Brutto-Einkommen abgezogen, bevor ermittelt wird, welche Steuereinnahmen vom gesamten Brutto-Einkommen abgezogen werden.
Einkommenssteuer: Nachdem alle Freibeträge vom Brutto-Einkommen weg sind, wird der Rest nach Einkommenssteuer versteuert. Die richtet sich nach Steuerklasse und Einkommen. Ab 7.664 Euro wird progressiv berechnet, der Eingangssteuersatz liegt bei 15 Prozent, der höchste Steuersatz bei 42 Prozent.
Der Kirchensteuersatz beträgt in allen Bundesländern außer Bayern und Baden-Württhemberg 9 %, bei den beiden sind es 8 %.
Krankenkasse: Privat versicherte zahlen extra, für gesetzlich versicherte wird der festgelegte Steuersatz der Krankenkasse abgezogen.
Außerdem müssen noch die Abgaben für die Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung und Altersvorsorge abgezogen werden.
Wie das funktioniert, kann jeder selbst ausprobieren. Einfach in einen Nettolohnrechner die zu erwartenden Daten eingeben, und sehen, was übrig bleibt.
Das hilft auch ganz gut, wenn man sich auf einen Job bewirbt, die Gehaltsangaben sind nämlich immer brutto und schrumpfen nach Abzug aller Steuern oft ganz gewaltig.
Wenn Sie einen Termin für ihr Vorstellungsgespräch ausgemacht haben, ist die erste Hürde erfolgreich genommen, denn ihre schriftliche Bewerbung hat überzeugt. Nun wird es also langsam ernst und Lampenfieber macht sich breit, wissen Sie wie Sie mit ihrem Auftreten überzeugen können und sich selbst interessant darstellen und trotzdem authentisch bleiben? Nein? Manchmal genügt ein kleiner Griff in die Trickkiste. Das wichtigste ist die gute Vorbereitung auf das Gespräch, nehmen Sie sich Zeit und informieren Sie sich über das Unternehmen. Da mittlerweile jedes größere Unternehmen über eine Internetpräsenz verfügt, ist dies der einfachste Weg einen Überblick zu erhalten.
Wichtige Informationen sind die Geschäftsfelder, die das Unternehmen bedient, die Anzahl der Mitarbeiter und auch Wettbewerber im selben Bereich. Natürlich sollten Sie im Bewerbungsgespräch selbst nicht ungefragt Informationen wie Vokabeln einwerfen, halten Sie sich lieber ein wenig bedeckt und glänzen Sie im richtigen Augenblick, das zeigt auch, dass Sie ein guter Zuhörer sind.Wichtig ist natürlich auch das richtige Auftreten, neben dem angemessenen Outfit, sollten Sie darauf achten möglichst wenig Schmuck oder andere Dinge am Körper zu tragen, die von Ihnen ablenken könnten, denn Sie sind Mittelpunkt dieses Gesprächs. Unpünktlich zu sein, kann Ihnen ebenfalls einen vorzeitigen Todesstoß versetzen, denn Sie gelten sofort als unzuverlässig und disziplinlos. Letztendlich sollten Sie natürlich gefasst auf jede frage reagieren können, stellen Sie sich vorab einen kleinen Fragenkatalog mit möglichen Fragen zusammen und überlegen Sie sich antworten. Wenn Sie erst im Gespräch selbst mit Fragen überrascht werden, reagieren Sie schnell unüberlegt und werden sich später ärgern. Der erste persönliche Eindruck den der Personaler von Ihnen hat ist entscheidend, Sie haben also nur diese eine Chance von sich zu überzeugen. Das heißt nicht, dass Sie steif antworten müssen. Wenn sich im Gespräch Situationen ergeben, wie beispielsweise eine kleine Diskussion über Fußball, steigen Sie ruhig ein, das macht Sie sympathisch, vergessen Sie dabei aber nie höflich und ruhig zu bleiben.