Trainee-Programme sollen einen guten Start ins erfolgreiche Berufsleben bieten. Doch leider verstecken sich hinte angeblichen Trainee-Stellen häufig auch nur Abzocke und Ausbeute. Woran erkennt man also, dass es sich um ein gutes Traineeprogramm handelt?

Um die Spreu vom Weizen unter den Trainee-Programmenzu trennen, lohnt sich ein Blick ins Internet. Die meisten Unternehmen sind inzwischen mit einer eigenen Homepage im Web vertreten und stellen dort in der Regel auch ihre Stellenangebote, sowie Trainee-Programme vor. Je ausführlicher diese beschrieben sind, desto eher kann man davon ausgehen, dass es sich um eine seriöse Ausschreibung handelt. Ebenso bieten diverse Netzwerke wie LinkedIn oder Xing eine gute Möglichkeit, um mit ehemaligen Trainees in Kontakt zu treten und diese nach ihren Erfahrungen mit dem Arbeitgeber zu fragen. Es gibt jedoch noch weitere Indizien, die für ein gutes Traineeprogramm sprechen.

Strukturierter Ablauf und Aufbau des Trainee-Programms

Wichtig ist, darauf zu achten, dass im Trainee-Vertrag klar festgelegt ist, wo man im Unternehmen eingesetzt wird, welche Aufgabenbereiche man übernimmt und wer als Mentor zugewiesen wird. Genauso sollten verschiedene Stationen erkennbar sein, die eine Entwicklung der Fähigkeiten und Kenntnisse sicherstellen. Gibt es beispielsweise Fortbildungsmaßnahmen oder sind Aufenthalte im Ausland vorgesehen? Je schwammiger die Formulierungen ausfallen, desto vorsichtiger sollte man sein.

Die optimale Dauer für ein Traineeprogramm

Um wirklich einen Einblick in das Unternehmen und die verschiedenen Bereiche zu gewinnen, sollte ein gutes Traineeprogramm mindestens 12 Monate andauern. Ist die Länge jedoch über 18 Monate festgelegt, kann dies auch ein Zeichen für Etikettenschwindel sein. In diesem Fall gilt es genau zu überprüfen, ob sich das Unternehmen auf diese Weise nicht auf Dauer eine billige Arbeitskraft ins Boot holt.

Faire Bezahlung

Nich zuletzt stellt auch das Gehalt ein Indiz dafür dar, wie Trainees in einem Unternehmen angesehen und behandelt werden. Eine faire Bezahlung beträgt im Allgemeinen ungefähr 70% des Gehalts eines Direkteinsteigers in der selben Branche und sollte bei Gehaltsverhandlungen als Orientierungswert genutt werden.

Zukunftsperspektive

Schon vor dem Unterzeichnen des Vertrages sollte man sich auch über eventuelle Perspektiven in der Zukunft informieren. Gibt es die Möglichkeit der Übernahme, ist das ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen ein tatsächlich gutes Programm bietet, das eine optimale Einstiegsmöglichkeit für einen potentiellen künftigen Arbeitnehmer darstellt.