Ob Marketing-Guerilla oder konservativer Werbe-Chef – eins ist im Geschäft um Werbung und Kundenaquise enorm wichtig – den Markt zu kennen und den Markt zu verstehen.

Unter „Trendscouting“ – mal wieder einer dieser cool klingenden Ami-Begriffe – fällt so auch eins der wichtigsten Gebiete im Marketing.

Denn hier gilt ganz besonders: Wer nicht zeitnah und informiert agiert, der wirbt im schlimmsten Fall am Kunden vorbei und findet sich in eine Nische gedrängt.

Deswegen ist es wichtig, alle vorhandenen Informationsquellen zu nutzen.

Dazu gehören nicht zuletzt die eigenen Mitarbeiter. Wer sich über vorhandene Hierarchien hinwegsetzt und z.B. auch Auszubildene um ihre Meinung zu einem Problem fragt, der wird sicherlich nicht immer die Traumlösung präsentiert bekommen. Man kann es sich aber auch nicht leisten, über diese Option der Informationsbeschaffung einfach hinwegzusehen.

Außerdem ist eine rigorose Betrachtung der Konkurrenz unerlässlich. Genauso sträflich, wie seine eigenen Bewegungen nur an denen des Gegners auszurichten, ist nämlich die umgekehrte Variante, diesen überhaupt nicht zu beachten. Deswegen sollte der moderne Marketing-Führer immer genauestens über die Aktionen „der Anderen“ informiert sein, um gegebenenfalls reagieren zu können.

„Unkonventionelle“ Recherche ist ein anderer Punkt, der berücksichtigt werden muss. Zwar mag die journalistische Fachpresse über Foren und Weblogs die Nase rümpfen, um einen Meinungsquerschnitt der jeweiligen Zielgruppe zu liefern, sind sie jedoch verlässlicher als tausend Studien!

Anleihen in anderen Branchen zu suchen und so althergebrachte Konzepte zu erneuern, gehört mittlerweile ebenfalls dazu. Vielleicht schafft ja die Struktur aus einem Unternehmen, das ganz andere Ziele verfolgt, als Ihres, trotzdem eine Ordnung, die Sie bisher nicht erreichen konnten?

Es sollte sowieso immer gelten: Frischen Sie bestehende Strukturen auf. Derjenige, der sich am Markt bewegungsunfähig zeigt, wird derjenige sein, der zum Schluss auf der Strecke bleibt.