Undercover Boss ist eine neue Reality-Show von RTL, die am vergangenen Montag eine äußerst hohe Einschaltquote erreicht hat. In der Show sollen Chefs undercover die Möglichkeit bekommen, ihre Firma aus Sicht der Mitarbeiter wahrzunehmen.

Dabei werden die Chefs verkleidet und als Arbeitssuchende ausgegeben, die von einem Kamera-Team begleitet werden. Nach einer Woche, während welcher der Chef mehrere Abteilungen durchlaufen hat, wird dann schließlich unter viel Dramatik und der ein oder anderen Träne aufgedeckt, um wen es sich bei dem vermeintlich Arbeitssuchenden wirklich handelt.

Undercover Boss – Vom Chef zum Mitarbeiter

In der ersten Folge der sehr erfolgreich gestarteten Serie verließ Mika Ramm, der Chef der Firma Eismann, sein Büro, um unmittelbar am aktiven Geschehen im Betrieb teilhaben zu können.

Das Unternehmen Eismann zählt weltweit zu den größten Direktvertriebsunternehmen für Tiefkühlware und beschäftigt etwa 3.000 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz beträgt etwa 500 Millionen Euro. Mika Ramm wollte mit seinem Einsatz als Undercover Boss herausfinden, ob die Mitarbeiter zufrieden sind und ob seine Entscheidungen für die Praxis letztendlich sinnvoll sind. Ein Einsatz, den der ein oder andere Arbeitgeber eventuell einmal in Erwägung ziehen sollte.

Entscheidungen der Chefetage

Ramm sagte: „Das faszinierende für mich bei dem Undercover-Projekt ist, die Entscheidungen, die wir in der Geschäftsleitung getroffen haben, zu hinterfragen. Unsere Umsatzzahlen in Deutschland stagnieren teilweise und wir wissen in der Geschäftsleitung nicht wirklich, woran genau es liegt. Mir ist es sehr wichtig, dass es meinen Mitarbeitern gut geht, denn wenn es dem Mitarbeiter gut geht und er zufrieden ist, geht es dem Unternehmen auch gut.“

Haben die Chefs den Bezug zur Basis verloren?

Immerhin müssen die Chefs schon lange mit dem Vorwurf umgehen, dass sie den Bezug zur Basis verloren hätten. Diesen können sie auch nur schwer entkräften. Die Show Undercover Boss möchte den Chefs unter die Arme greifen, um diesen Vorwurf zu entschärfen.
Allerdings darf man bezweifeln, dass sich die Arbeitnehmer in Gegenwart eines Kamerateams auch wirklich ehrlich äußern und nicht schon verfrüht hinter das wirkliche Anliegen der Aktion kommen.

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