Seit Juni 2010 gibt es die Kampagne „The Giving Pledge“, gegründet von Bill Gates und Warren Buffett. Zu Deutsch bedeutet sie so viel wie „Das Spendenversprechen“. Doch wer verspricht hier zu spenden? Kann sich jedermann an dieser Aktion beteiligen? Und wohin fließen die Spendengelder?

The Giving Pledge – Die Spendenorganisation der Milliardäre

Bei dieser Spendenorganisation handelt es sich um einen Zusammenschluss verschiedener Multimilliardäre, die das Versprechen abgeben, einen Teil ihres Vermögens zu spenden. Genauer gesagt, mindestens die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu verwenden.
Dies geschieht auf freiwilliger und nicht verpflichtender Basis. So ist das Versprechen im Prinzip juristisch unwirksam. Jedoch wird das Versprechen als moralisch verpflichtend angesehen und gerade unter der Beobachtung der Öffentlichkeit auch eingehalten.
Bekannte Persönlichkeiten, neben den Gründern Bill Gates und Warren Buffett selbst, sind vor allem Facebook-Chef Mark Zuckerberg, Hollywood-Regisseur George Lucas, der Investor Nicolas Berggruen und noch viele weitere.

Der Einsatz finanziell besser gestellter Menschen wird in unserer Welt immer wichtiger. Nur durch privates Engagement lassen sich viele wohltätige Zwecke bezahlen. Auch in Deutschland engagieren sich Erfolgsmenschen wie Carsten Maschmeyer oder Boris Becker in Stiftungen.

The Giving Pledge – eine philanthropische Kampagne

Wörtlich abgeleitet aus dem Griechischen bedeutet „Philanthrop“ so viel wie „Freund“ und „Mensch“. Im Allgemeinen versteht man heutzutage darunter Wohltätigkeit zugunsten anderer Menschen. Bei „The Giving Pledge“ entscheidet jeder Spender selbst, für welche wohltätigen Zwecke und in welchem Maße er spenden möchte. Auch, ob dies noch zu Lebzeiten geschieht oder ob dafür Sorge getragen wird, dass der versprochene Anteil nach dem Tod gespendet wird, steht jedem Mitglied frei.

Gerechte Verteilung des Vermögens?

Auch wenn die Milliardäre nicht verpflichtet sind, von Ihrem Vermögen etwas abzugeben, sind die Tendenzen positiv. Gerade die Gründung einer solchen Spendenorganisation zeigt, dass immer mehr Multimilliardäre bereit sind, etwas von ihrem Vermögen an die restliche Welt abzugeben. Dass sie selbst bestimmten können, welche Organisationen sie damit fördern, ist bei solch großzügigen Summen nur legitim.
Die bisherige Entwicklung von „The Giving Pledge“ zeigt, dass dies nicht nur zum Schein geschieht und dass die Gelder sinnvoll eingesetzt werden. So hat Bill Gates selbst einen Großteil seines Vermögens bereits genutzt, um globale Fonds im Kampf gegen AIDS, Tuberkulose und Malaria zu unterstützen.

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