Nichts ist so spannend, wie endlich den eigenen Führerschein zu besitzen. Volljährig zu sein und einen Führerschein zu haben, heißt allerdings auch Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Autofahren kann auch seine Schattenseiten haben. Um auch für Notfälle gerüstet zu sein, muss jeder Fahranfänger, zunächst vor der Fahrprüfung ein Training für Lebensrettende Sofortmaßnahmen (LSM) absolvieren.











Was genau sind LSM und wozu brauche ich sie?

Lebensrettende Sofortmaßnahmen sind notwendig, um als Ersthelfer einer, in eine Gefahrensituation geratenen Person, erste Hilfe leisten zu können, bis professionelle Retter eintreffen, um das Überleben des Opfers zu sichern. Um eine gültige Fahrerlaubnis zu erlangen, wird in Deutschland, die Schulung mit anschließender Beurkundung eines LSM-Lehrganges, vorausgesetzt. Nur amtlich anerkannte Stellen, dürfen eine solche Schulung durchführen, bzw. den Nachweis, eines erfolgreich abgeschlossenen Lehrganges aushändigen. Das Prinzip dieses Unterrichts ist immer gleich aufgebaut. Es gilt hier, sich an einen Leitfaden, die sog. Rettungskette zu halten:

  • um die eigene Sicherheit zu gewährleisten, zunächst Unfallort absichern
  • Absetzen eines Notrufes durch Wählen einer bekannten Notrufnummer oder das Hinzuziehen einer dritten Person, welche dies tut
  • Lebensrettende Sofortmaßnahmen ergreifen (stabile Seitenlage, Beatmung, Herzdruckmassage, Vitalfunktionen überprüfen…)
  • dem eintreffenden Rettungsdienst bei Bedarf weiter behilflich sein, bzw. nicht im Weg stehen
  • Schockbewältigung, Blutstillung, Notarzt, Krankenhaus

Ist das Unfallopfer in professionellen Händen, ist Ihre Arbeit zunächst getan und Sie dürfen stolz auf sich sein.

Weitere Fakten über einen LSM-Kurs

Da man hier gezielt Unfälle im Straßenverkehr behandelt und den Nachweis lediglich für den Führerschein benötigt, ist eine solche Schulung nicht so umfangreich wie beispielsweise die fundierten Erste-Hilfe Vorträge des ADAC, bei denen es auch um alltägliche Notsituationen außerhalb des Straßenverkehrs geht. In der Regel besteht der Kurs aus vier Doppelstunden (= 4 x 1,5 Std.). Angebote gibt es unzählige, wo und wann er absolviert werden kann. Spezielle Voraussetzungen brauchen Sie keine mitzubringen. Menschen aller Altersgruppen, können jederzeit einsteigen und Ihre Pflichtstunden ableisten. Lediglich Ihren Ausweis sollten Sie mitbringen, um die Richtigkeit der Urkunde, im Anschluss an den Kurs, zu gewährleisten.

Nicht wegschauen!

Man wünscht es niemandem, aber sollte man in eine Unglückssituation geraten, ist oberste Priorität, nicht wegzuschauen, sondern zu helfen! Keine Ausrede ist es wert, ein Menschenleben zu riskieren. Hat man auch Angst vor dem eigenen Versagen, sollte man daran denken, wieviel Angst das Unfallopfer haben muss, dass ihm möglicherweise niemand rechtzeitig hilft. Hier dürfen Sie Schutzengel und Lebensretter sein und im Nachhinein wird Ihnen niemand böse sein, wegen einigen gebrochenen Rippen oder einer nicht ganz korrekt durchgeführten, stabilen Seitenlage.

Bildmaterial erstellt von Fotolia-Fotograf MARCEL PASCHERTZ

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