Eine der wohl individuellsten und wichtigsten Entscheidungen im Leben ist die Wahl des richtigen Berufes. Wir verbringen den Großteil unseres Lebens im Beruf und verdienen dadurch unseren Lebensunterhalt. Daraus resultiert ein gewisses Wohlempfinden im Einklang mit unseren persönlichen Zielen.





Viel Vorarbeit ist notwendig

Bereits in der Schule wird man auf das anstehende Berufsleben vorbereitet. Praktika mit anschließender Anfertigung eines Berichtes, Besuche im örtlichen Berufsinformationszentrum (BIZ), der Vortrag des Arbeitsvermittlers oder die Diskussion mit Mitschülern und Lehrern sind nur wenige Beispiele für pädagogische Maßnahmen, die es den Schülern ermöglichen sollen, eine Richtung in Sachen Berufswunsch einzuschlagen. Doch welche Eigenleistung können die potentiellen Azubis erbringen, um sich gezielt auf die gewünschten Stellen zu bewerben?

Berufswahl – auch eine Ortsentscheidung

Bereits vor dem Berufsleben kann die Einschätzung über die individuelle Flexibilität entscheidend sein. Wenn sich ein angehender Azubi darüber im Klaren ist, dass er zum Beispiel auch eine Stelle in einem Landkreis oder gar einem anderen Bundesland annehmen würde, kann die Palette geeigneter Berufe teils vervielfacht werden. Die wichtigste Aufgabe ist es jedoch, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.

Stärken-/Schwächenanalyse

Welche Stärken und Schwächen besitzt man? Welche Hobbys betreibt man gerne? Wie steht es um die Fähigkeit, sich mit anderen Menschen in Unterhaltungen konstruktiv auseinanderzusetzen? Ist man ein Einzelgänger oder ein „Team-Spieler“? Diese Fragen können einen tiefgreifenden Aufschluss über die eigenen Fähigkeit nach sich ziehen und zeigen unter anderem ein entsprechendes Verbesserungspotential auf. Wenn diese Fragen seitens des Berufsstarters umfassend beantwortet werden können, dann ergibt sich ein enges Bild von geeigneten Berufen. Darüber hinaus bringt die Einschätzung von Eltern und Freunden einen enormen Mehrwert. Außenstehende Personen haben häufig eine andere Sicht der Dinge und können zudem neue Denkansätze mit auf den Weg geben. Wie die prozentuale Gewichtung bzw. Wertlegung von der eigenen Meinung und der der anderen anzusetzen ist, bleibt wiederum eine individuelle Entscheidung. Zwar ist die Kritik durch andere, nahestehende Menschen gut, doch sollte diese nicht zu hoch angesetzt werden. Andernfalls läuft man Gefahr, sich in einem Urwald von Gedanken zu bewegen und sich dadurch selbst zu verunsichern. Eine gute Mischung aus allen genannten Punkten verspricht den größten Erfolg bei der Wahl eines geeigneten Besuchs.

In der Ruhe liegt die Kraft

Wer sich rechtzeitig mit der Frage nach dem richtigen Beruf beschäftigt, kann sich viel Stress sparen und das eigene Nervenkostüm schonen. Der Erhalt eines Ausbildungsplatzes ist angesichts der großen Konkurrenz und der hohen Anforderung der Unternehmen eine Aufgabe, die viel Vorbereitung und Engagement voraussetzt. So sollten sich die Aspiranten schon lange vor dem ersten Bewerbungsgespräch über ihre Wünsche und Ziele im Klaren sein. Jeder, der unentschlossen ist und nicht sicher ist, was er von sich persönlich erwartet, wird spätestens beim ersten Bewerbungsgespräch von den Personalreferenten mit einer Absage in seine Schranken verwiesen. Mit Bewerbern, die nicht wissen, was sie wollen und die sich nicht mit dem Berufsbild und den dazu notwendigen Fähigkeiten auseinander gesetzt haben, möchte kein Unternehmen ein Ausbildungsverhältnis eingehen. Unternehmen sind daran interessiert, dass sich Bewerber als interessiert und lernbereit zeigen und nicht nach einigen Monaten aufgrund mangelnder Motivation die Ausbildung abbrechen.

Bildquelle: Pixelot – Fotolia

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