Wer sich mit dem Gedanken beschäftigt einen Minijob anzunehmen, sollte gut informiert sein. Die Regeln, die auf einen Vollzeitjob anzuwenden sind, wurden für den Minijob abgeändert. In der Sozialversicherung, in der steuerlichen Behandlung und in der Bezahlung finden sich vor allem die Unterschiede.

Minijobs und die Steuererklärung © Thomas Brenner/Flickr

Minijobs: geringfügig entlohnte Beschäftigung und kurzfristige Beschäftigung

Die geringfügig entlohnte Beschäftigung ist durch das Arbeitsentgelt, das nicht mehr als 400 Euro ausmacht, gekennzeichnet. Die wöchentliche Arbeitszeit oder die monatlichen Arbeitseinsätze sind nicht näher bestimmt. Es gelten die gesetzlichen Regelungen des Arbeitsrechts.

Die kurzfristige Beschäftigung ist dann gegeben, wenn die Art der Beschäftigung begrenzt ist und die Arbeitszeit vertraglich nicht länger als zwei Monate oder 50 Tage im Jahr dauert. Die Art der Beschäftigung kann hierbei saisonal bedingt sein, hobbymäßig oder anders begrenzt sein.

Sozialversicherung und Steuern

Die geringfügig entlohnten Beschäftigten, wie z.B. Hausangestellte, müssen keine Sozialversicherung zahlen. Der Arbeitgeber zahlt Beiträge zur Rentenversicherung. Die Rente, die so angesammelt wird, ist aber klein. Der Minijobber kann deshalb freiwillig seine Rente durch Zahlungen verbessern. Der Arbeitgeber zahlt auch die Steuer von zwei Prozent.

In der kurzfristigen Beschäftigung fällt ein Steuersatz von 25 Prozent an, den der Arbeitgeber trägt, wenn diese nicht mehr als 62 Euro pro Tag während der Arbeitsdauer übersteigt. Dabei darf die Beschäftigung nicht mehr als 18 zusammenhängende Tage dauern.

Die Beschäftigung ist sozialversicherungsfrei, solange sie nicht länger als 50 Tage im Jahr oder zwei Monate dauert und in ihrer Art begrenzt ist.

Verdient der Beschäftigte mehr oder arbeitet er länger, wird er wie ein Vollzeitarbeitnehmer behandelt und er zahlt die Beträge, die in der Sozialversicherung und in der Steuer anfallen.

Der Minijob in der Unfallversicherung, im Krankheitsfall und beim Mutterschutz

Minijobber sind gegen die Folgen, die aus Arbeitsunfällen entstehen können, versichert. Das gilt auch dann, wenn der Arbeitgeber sie nicht zur Unfallversicherung angemeldet hat.

Der geringfügig entlohnte Minijobber hat Ansprüche auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und beim Mutterschutz. Der Arbeitgeber muss dann in die entsprechenden Umlagekassen einzahlen.

Auch für kurzfristig Beschäftigte zahlt der Arbeitgeber Beiträge zur Versicherung für Fortzahlung im Krankheitsfall und Mutterschutz.