Die Herstellung von Keramik gehört zu den ältesten Kulturtechniken der Menschheit. Wenn man sich für den schönen Beruf des Keramikers entscheidet, steht man also in einer ganz langen Handwerks-Tradition.

Heutzutage fertigen Keramiker/innen Gebrauchs- und Ziergegenstände aus Keramik, glasieren sie und gestalten das Dekor. Keramiker/in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung. Die Ausbildung ist bundesweit geregelt und dauert 3 Jahre. Sie findet sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule statt.

Im dritten Ausbildungsjahr erfolgt eine Spezialisierung in einer der folgenden Fachrichtungen: Baukeramik, Dekoration und Scheibentöpferei. Während der Ausbildung lernt man Brennen von Keramik und Email, Dekore anfertigen, Glasieren und Trocknen. Desweiteren Arbeitsvorbereitung, Entwurf, Freidrehen, Gipsformengießen, Keramformen, Keramikdruck, Kerammalen, Porzellanmalen, Kerammassemachen, außerdem Modelle und Musterstücke anfertigen, Modellieren, Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung und zu guter letzt Schablonen anfertigen.

Wie man sieht, ist Keramiker ein sehr vielfältiger Beruf. Er eignet sich für Menschen, die Freude an der Arbeit mit Materialien haben, die gerne kreativ sind und eine gewisse Geduld mitbringen.

Nach der Ausbildung arbeitet man u.a. in geschlossenen Werkshallen bzw. in Werkstätten von Klein- und Mittelbetrieben des Keramiker-Handwerks. Das Gehalt kann abhängig vom Arbeitgeber variieren. Der Verdienst bzw. das Einkommen hängt nicht zuletzt von dem Arbeitsumfang innerhalb eines Unternehmens ab. Die Ausbildungsvergütung liegt bei 539, 585, 630 Euro im 1., 2., 3. Jahr. Nach der Ausbildung kann die tarifliche Bruttogrundvergütung durchschnittlich zwischen  1.735 bis 1.833 Euro im Monat betragen.

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