Existenzgründung ist kein leichtes Unterfangen. Viele Hürde müssen genommen werden, um den Traum vom eigenen Unternehmen zu realisieren.

Viele, die eine eigene Firma gründen möchten, scheitern an Finanzierungsengpässen und der Bürokratie – und oft auch einfach am Fehlen betriebswirtschaftlichen Grundwissens.

Laut Bundeswirtschaftsministeriums sind die meisten Existenzgründer Hochschulabsolventen. Hochschulen sind jedoch erst seit Ende der 1990er Jahre aktiv geworden, ihre Lehrkompetenz im Bereich Ausbildung und Vorbereitung potenzieller Existenzgründer auszubauen. Zur Zeit gibt es nach einer Berechnung des Förderkreises für Gründungs-Forschung e.V. in ganz Deutschland 71 Professuren für Unternehmertum. Davon befinden sich 32 Lehrstühle an Universitäten und 39 an Fachhochschulen. Im FGF-Report von 2008 sprechen die Autoren von einem deutlichen Bedeutungsgewinn gründerfreundlicher Hochschulen. Die absolute Anzahl von entsprechenden Lehrstühlen ist zwischen 2004 und 2008 um 38 Prozent gestiegen.

Gründerfreundliche Hochschulen als regionaler Wirtschaftsmotor

Die selbstständige Unternehmensgründung nach dem Studienabschluss ist ein wichtiger Garant für das wirtschaftliche Wachstum einer Region und die Etablierung vielfältiger Unternehmensprofile. Wird man an seiner Hochschule gut auf die Führung eines Unternehmens vorbereitet, so wählt man die Hochschul-Region auch eher als Firmenstandort aus.

Besonders gründerfreundlich sind Städte wie München mit sechs Lehrstühlen und Berlin mit fünf Lehrstühlen. Studiert man an der Fachhochschule München, stehen einem vier Professuren zur Verfügung, die sich mit Existenzgründung beschäftigen. Gegenwärtig werden an 63 Hochschulen Entrepreneurship-Professuren unterhalten. Viele Universitäten und Fachhochschulen haben Netzwerke eingerichtet, die Gründerinnen und Gründer bei ihrem Vorhaben unterstützen sollen.

Hilfe bei der Existenzgründung durch die Bundesregierung und Netzwerke

Unterstützt werden solche Initiativen durch das EXIST-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Das Förderprogramm finanziert Projekte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die Angebote für Existenzgründer aufbauen wollen sowie individuelle Vorbereitungen der eigenen Unternehmensgründung.

Allgemeine Information für Existenzgründerinnen und -gründer:

*Der FGF-Report 2008 mit der Liste der Hochschulen, die die Lehre für Existenzgründer unterstützen, findet sich hier (pdf, 2,5 MB).

*Betriebswirtschaftliches Institut für empirische Gründungs- und Organisationsforschung e. V.
*EXIST – Existenzgründungen aus der Wissenschaft

Netzwerke in den Regionen:

Sachsen-Anhalt
*UNIVATIONS
*Impuls-Netzwerk der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

München
*UnternehmerGeist der Ludwig-Maximilian Universität München

Aachen
*RWTH-Aachen-Gründerkolleg

Berlin/Brandenburg
*begin
*CareerCenter der Universität der Künste Berlin
*GründerinnenZeit der Berliner Hochschulen

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