Wer sich für ein Studium der Soziologie entscheidet, sollte eine gute Beobachtungsgabe besitzen und viel Spaß beim Lesen haben. Erforscht wird das soziale Handeln und Zusammenleben des Menschen in der Gemeinschaft und Gesellschaft.

Soziologen bilden schon eine ganz spezielle Gattung unter den Studierenden. Sie gelten als  Gutmenschen und Verstehertypen, sie können gut zuhören, aber noch viel besser reden – davon jedoch vor allem sehr viel und nicht selten um den heißen Brei herum. Wer Soziologie studieren möchte, sollte sich von diesen Klischees nicht abschrecken lassen, muss aber darauf gefasst sein, Typen dieser Art in Reinform zu erleben.

Studium der Soziologie – Was ist das?

Soziologie ist sehr beliebt bei Frauen, derzeit studieren bundesweit ein Drittel mehr Frauen (9.500) als Männer (6.300) dieses Fach und die Statistik zeigt, dass dieses Verhältnis seit den letzten zehn Jahren konstant ist.

Pioniere der Soziologie in Deutschland und im Ausland am bekanntesten sind allen voran Max Weber, Ferdinand Tönnies und Georg Simmel. Von ersterem stammt auch die allgemein akzeptierte Definition von Soziologie. „Soziologie … soll heißen: eine Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären will. … ‚Soziales‘ Handeln aber soll ein solches Handeln heißen, welches seinem von dem oder den Handelnden gemeinten Sinn nach auf das Verhalten anderer bezogen wird und daran in seinem Ablauf orientiert ist.“

Verstanden? Wenn nicht, wird’s schwierig, denn Definitionen, Modelle, Statistiken und Denkgebäude sind Hauptbestandteil des Studiums der Soziologie, die sich jeder Studierende selbstverständlich selbst anlesen muss.

Soziologie studieren – Wozu?

Wem die Theorie liegt, wer gerne viel liest und bereit ist zu diskutieren, dem sei das Fach Soziologie wärmstens ans Herz gelegt. Es gibt unglaublich spannende Sachen zu entdecken und die Bandbreite der Forschungsansätze ist sehr groß. Anders als bei anderen Sozialwissenschaften wie Politik- und Wirtschaftswissenschaften, befasst sich die Soziologie mit der Gesellschaft als Ganzes und ihrer Teilbereiche.

Die Vielfalt der Soziologie ist ein großer Pluspunkt nicht nur während der Ausbildung sondern auch danach. Während des Studiums lässt sich das Fach sehr gut mit anderen Geisteswissenschaften kombinieren z.B. mit Geschichte, Philosophie, Politik, Demographie u.ä. Nach dem Studium ist der Soziologe an sich vielfältig begabt. In der freien Wirtschaft können Soziologen zwar sehr erfolgreich sein, das passiert jedoch eher selten. Im sozialen Bereich werden Soziologen um so lieber gesehen, hinzu kommt der Bereich Medien und natürlich die Forschung.

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