Viele Menschen empfinden ein Ehrenamt als große Bereicherung in ihrem Leben. Die Zeit, die man anderen schenkt und mit etwas nützlichem füllt, wird oft als sinnvoll wahrgenommen.

Auch ein Bonus in Bewerbungen

Ehrenamtliche Tätigkeiten sind daher für viele Menschen sehr attraktiv und machen auch bei einer Bewerbung für einen neuen Job einen guten Eindruck. Bei der Wahl einer ehrenamtlichen Tätigkeit gibt es allerdings einige Regeln zu beachten. Welche das im Einzelnen sind, soll im Folgenden näher erläutert werden.

Ein Ehrenamt macht Spaß

Eine ehrenamtliche Tätigkeit kann sinnstiftend sein und Freude bereiten. Darüber hinaus ist sie auch mit einer hohen Verantwortung verknüpft. Wie im Falle eines bezahlten Jobs, werden an ehrenamtlich Tätige Erwartungen gestellt, die er pünktlich, zuverlässig und nach bestem Können erfüllen sollte. Aus diesem Grunde ist es wichtig, sich vor der Bewerbung um ein Ehrenamt genau zu überlegen, wie viel Zeit man für welche Tätigkeit aufbringen kann und was einem dabei am besten liegt. So genannte Ehrenamtsbörsen, die man problemlos über das Internet findet, helfen bei der Orientierung. Sie listen eine Reihe an freien ehrenamtlichen Stellen auf, die zu besetzen sind. Interessenten bekommen über solche Seiten einen ersten Überblick über die Fülle der angebotenen Ehrenämter und können das auswählen, was ihnen Spaß machen könnte. Beispiele für Ehrenämter können etwa die Mitarbeit in einem Tierheim, regelmäßige Besuche im Seniorenheim oder aber die Hausaufgabenbetreuung von Kindern und Jugendlichen sein.

Ein Ehrenamt qualifiziert

Viele Menschen, die sich für ein Ehrenamt interessieren, gehen von der Annahme aus, dass es sich dabei um eine reine Laientätigkeit handelt und es demnach wahllos von jedem ausgeübt werden kann. Dem ist allerdings nicht so. Viele Ehrenämter sind an eine fachliche Eignung gebunden, die vor Dienstbeginn im Rahmen einer Ausbildung erworben werden muss. Dies bietet für Ehrenamtliche in der Regel große Chancen, denn die erworbenen Qualifikationen wie beispielsweise eine Hospizdienst- oder Telefonseelsorgeausbildung machen auch auf potentielle Arbeitgeber Eindruck. Eine ehrenamtliche Ausbildung ist in der Regel kostenlos und zugelassen werden alle Teilnehmer, die die Kriterien des Ehrenamtes erfüllen. Möchte jemand beispielsweise im ambulanten Hospizdienst arbeiten und Sterbende begleiten, so benötigt er vorab eine ehrenamtliche Ausbildung, die ihn mit den Grundlagen der Kommunikation und dem aktiven Zuhören vertraut gemacht. So kann gewährleistet werden, dass Ehrenamtliche ihren Dienst sehr gut verrichten. Ähnliches gilt etwa im Rahmen der ehrenamtlichen Telefonberatung und -seelsorge oder aber dem Briefkontakt mit Strafgefangenen.

Wer eignet sich für ein Ehrenamt?

Neben der fachlichen Eignung, die im Verlauf einer ehrenamtlichen Qualifikation erworben werden kann, zählt selbstverständlich auch die persönliche Eignung. Ehrenamtliche sollten daher vom Gemüt her hilfsbereit und motiviert sein. Sie sollten eine hohe soziale Kompetenz mitbringen und bereit sein, auch in ihrer Freizeit einen unentgeltlichen Dienst für andere zu tun. Auch sollten sie gewillt sein, an einer zusätzlichen Ausbildung und an Weiterbildungsmöglichkeiten teilzunehmen. Den meisten Ehrenamtlichen ist das problemlos möglich, weil sie das Gefühl haben, dass ihr Dienst auf eine Weise entlohnt wird, wie es mit Geld allein gar nicht möglich wäre: Sie erfahren Dankbarkeit und das Gefühl, einen sinnvoll genutzten Platz in der Gesellschaft zu haben. Das wirkt erfüllend und bewegt viele Ehrenamtliche schon über die Jahrhunderte hinweg, ihren Dienst zu tun.

Bildquelle: Robert Kneschke – fotolia

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