Dass ein Studium die späteren Chancen bei der beruflichen Entwicklung erhöht, ist allgemein bekannt. Das ist auch beim Studium des Maschinenbaus so. Ingenieure in diesem Bereich sind gefragte Fachkräfte, die ein gutes Gehalt erwarten können und gute Aussichten auf eine Karriere haben. Der Genuss dieser Vorzüge setzt jedoch harte Arbeit voraus.

Welche Voraussetzungen sind nötig?

Maschinenbau ist eine Fachrichtung, die gut belegt ist. Daher gibt es an vielen Fachhochschulen und Universitäten Zulassungsbeschränkungen. Kandidaten mit guten Noten in Mathematik und Physik haben dadurch Vorteile. Das trifft ebenfalls auf Bewerber zu, die bereits praktische Erfahrungen auf dem Gebiet sammeln konnten und beispielsweise eine abgeschlossene Ausbildung als Schlosser, Mechatroniker oder Qualitätsprüfer haben. Entgegen landläufiger Vorstellungen sind Maschinenbauingenieure keine skurrilen Bastler à la Daniel Düsentrieb, sondern Menschen, die mitten im Leben stehen. Der größte Teil der Arbeit findet heute am Computer statt. Ingenieure, die mit der Entwicklung von Produkten beschäftigt sind, müssen technisches Zeichnen, CAD und Software wie Siemens Product Lifecycle Management (PLM) beherrschen. Daher eignet sich das Studienfach auch für Frauen. Momentan sind sie dort aber unterrepräsentiert, weil viele vor dem ersten Schritt zurückscheuen.

Wie verläuft das Studium?

Das hängt ganz von der jeweiligen Spezialisierung ab. Die ersten Semester sind jedenfalls ziemlich trocken und bestehen größtenteils darin, mathematische Gleichungen zu lösen und physikalische Formeln zu büffeln. Dazu kommen noch Kurse in Elektrotechnik, Materialkunde, Mechanik und Konstruktionslehre. Das ist aber notwendig, um eine solide Wissensgrundlage für die spätere praktische Arbeit zu schaffen. Der schwere Lernstoff wird durch technisches Zeichnen, CAD und Praktika wie beispielsweise Laborversuche aufgelockert. Dort lernen die Studenten, ihr theoretisches Wissen in der Praxis anzuwenden, eine unabdingbare Voraussetzung bei der Entwicklung von Produkten.

Die Aussichten sind gut

Die Chancen auf ein gutes und interessantes Berufsleben als Maschinenbauingenieur sind hoch, da solche Fachkräfte überall auf der Welt gebraucht werden. Experten warnen jedoch vor einer zu zeitigen Spezialisierung. Es ist besser, sich zunächst umfassendes Grundlagenwissen, beispielsweise über das Siemens Product Lifecycle Management (PLM) anzueignen, anstatt sich zu früh festzulegen. Dadurch werden Sie später universell einsetzbar und können eventuell sogar einen interessanten Arbeitsplatz im Ausland, beispielsweise in den USA, finden.

Bildurheber: ehrenberg-bilder – Fotolia

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