Die „Generation Praktikum“ steht für eine gute Ausbildung, eine hohe Motivation und endlose Praktika bei Unternehmen, die sich nicht festlegen wollen und schon gar nicht gut bezahlen möchten. Die Folge sind Kurzzeitjobs ohne finanzielle Sicherheit für unglückliche Praktikanten. Wann sind diese Zeiten endlich vorbei?


Die Unzufriedenheit der „Generation Praktikum“ war verständlicherweise groß. Nun wurde eine Studie veröffentlicht, für die 7500 Praktikanten befragt wurden. Dabei kam heraus, dass 82 Prozent der Befragten mit ihrem Praktikum zufrieden waren. Wie kommt es zu diesem Wandel? Unternehmen lassen ihre Praktikanten nicht mehr so häufig unbezahlt arbeiten: 94 Prozent wurden schon in den ersten Monaten mit Geld entlohnt – der Durchschnitt lag dabei bei 700 Euro im Monat. Zum Vergleich: In anderen europäischen Ländern liegt der Schnitt bei mehr als 900 Euro.

In einer Studie der Online-Jobbörse Absolventa wurden Noten für die Qualität der Arbeitgeber vergeben: Porsche, Coca-Cola und Dell schnitten dabei am besten ab, ganz hinten liegen die Deutsche Bank, Axa und Bosch. Am wohlsten fühlen sich Praktikanten in der Pharmaindustrie – die Praktikanten in der Medienbranche sind hingegen die Unzufriedensten.

Vor fünf Jahren fühlten sich 30 Prozent aller 170.000 Praktikanten von ihren Arbeitgebern ausgenutzt. Die Situation hat sich seitdem verbessert, doch muss sich noch einiges ändern, damit die deutschen Praktikanten nicht mehr nur billige Arbeitskräfte mit einer schlechten Bezahlung sind.

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