Aufgrund eines Zuwachses an Erwerbstätigen, eines Rückgangs von Arbeitslosigkeit und einer positiven konjunkturellen Entwicklung 2011 ergeben sich gute Ausgangsvorrausetzungen für weitere Verbesserungen auf dem Hamburger Arbeitsmarkt im Jahr 2012.

Mit einer Arbeitslosenquote von 8,0 Prozent lag Hamburg 2011 um ca. 1 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Es gab dabei letztes Jahr 74.545 gemeldete Arbeitslose in der Hansestadt. Für 2012 wird aufgrund eines gering steigenden Bruttoinlandsprodukts keine Verschlechterung, im Gegenteil sogar eine minimale Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt erwartet, so soll die Arbeitslosigkeit geringfügig fallen und es eine leicht positive Arbeitsmarktentwicklung geben.

Arbeitsmarktpolitische Programme geplant

So plant man in Hamburg die Entstehung eines sozialen Arbeitsmarktes, der gerade die Arbeitssituation von Langzeitarbeitslosen durch gezielte Förderung und Integration unterstützen soll.
Das „Hamburger Modell“ soll verbessert werden, um zielgerichtet Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren und Möglichkeiten zur Weiterbildung zu schaffen. Es sollen dabei außerdem zunehmend Arbeitsplätze für gering qualifizierte Menschen entstehen. Auch durch das Projekt „Weiterbildungsbonus“ erhofft sich Hamburg einen Rückgang von Langzeitarbeitslosigkeit.
Die Hansestadt möchte 2012 nebenher durch Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, Weiterbildung bereits Beschäftigter und verbesserte Ausbildung speziell die Arbeitssituation für Fachkräfte verbessern.
Eine weitere Maßnahme stellt die Förderung von Existenzgründungen, durch die Vergabe von Kleinstkrediten dar, dabei liegt der Fokus ganz klar auf der Bezuschussung von vormals Arbeitslosen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen.

Hamburg im Wandel

In naher Zukunft werden der demografische Wandel und eine starke Nachfrage nach Fachkräften eine erhebliche Herausforderung für Hamburg darstellen. Es deutet sich bereits jetzt eine Arbeitsmarktentwicklung an, in deren Folge es zu einem Fachkräftemangel kommen wird. Außerdem wird prognostiziert, dass die Erwerbsbevölkerung, bedingt durch den demografischen Wandel, den Arbeitskräftebedarf nicht mehr decken kann.
Auch die strukturelle Arbeitslosigkeit wird 2012 und in der Zukunft ein erhebliches Problem für die Hansestadt darstellen.

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