Nur eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt vor dem finanziellen Ruin, wenn Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sind, ihren bisherigen Beruf auszuüben. Allerdings müssen für einen angemessenen Versicherungsschutz gegen Berufsunfähigkeit hohe Prämien aufgebracht werden. Dabei gibt es erhebliche Unterschiede in der Beitragshöhe zwischen verschiedenen Berufsgruppen, weil das Risiko für ein gesundheitsbedingtes vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben unterschiedlich hoch ausfällt.

Günstig versicherbare Berufe

Grundsätzlich sind Arbeitnehmer, die ihre Tätigkeit überwiegend sitzend im Büro ausüben, weniger von Berufsunfähigkeit betroffen als Beschäftigte, die körperliche Arbeit leisten. Ein besonders geringes Risiko besitzen dabei Notare und Angehörige anderer juristischer Berufe, wie zum Beispiel Staatsanwälte. Doch zu der fehlenden körperlichen Belastung muss auch eine geringe psychische Beanspruchung treten, um günstige Beiträge in der Berufsunfähigkeitsversicherung zu ermöglichen. Dies wird besonders deutlich an der Berufsgruppe der Lehrer. Sie leisten, bis auf Sportlehrer, keine anstrengende körperliche Arbeit, sind aber überdurchschnittlich häufig von psychischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Depressionen oder Burnout, betroffen. Das Gleiche gilt für andere pädagogische Fachkräfte, wie zum Beispiel Erzieher.

Berufe mit hohen Prämien

Es leuchtet unmittelbar ein, dass alle Berufe, die mit einer hohen Körperbelastung verbunden sind, zu einem größeren Risiko der Berufsunfähigkeit und damit auch zu relativ teuren Prämien für die Berufsunfähigkeitsversicherung führen. Alle Bauberufe, ob es sich dabei um Poliere, Pflasterer oder Dachdecker handelt, weisen durch einseitige Belastungen und das Arbeiten bei Wind und Wetter eine vergleichsweise hohe gesundheitliche Gefährdung auf. Auch medizinische Berufsgruppen, wie zum Beispiel Physiotherapeuten oder Ergotherapeuten, sind stärker gefährdet, aufgrund von körperlichen Beschwerden berufsunfähig zu werden. Auch wer als Flugbegleiter oder Servicepersonal im Gaststättengewerbe arbeitet, leidet häufig sowohl unter der körperlichen Belastung als auch unter seelischem Stress. Ernste psychische Leiden führen bei ihnen oft zur vorzeitigen Berufsaufgabe. Für weitere Informationen zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung gehen Sie auf www.berufsunfaehigkeitsversicherung-tipps.de.

Teuer, aber unentbehrlich

Kein Angehöriger eines Risikoberufes sollte wegen hoher Prämien auf den Versicherungsschutz gegen Berufsunfähigkeit verzichten. Gerade weil in bestimmten Berufsgruppen das Risiko für ein zu frühes Ausscheiden aus dem Beruf sehr hoch ist, stellt eine Berufsunfähigkeitsversicherung eine wichtige Absicherung dar. Wer keine Police gegen Berufsunfähigkeitsversicherung besitzt, kann seinen gewohnten Lebensstandard nicht mehr aufrecht halten und muss mit dem absoluten Existenzminimum auskommen, wenn er wegen anhaltender Gesundheitsbeschwerden seinen Job aufgeben muss.

Bild: DOC RABE Media – Fotolia