Vielen fühlen sich mit ihrem Beruf allein irgendwann unterfordert, stagnierend oder es fehlt ihnen an einer neuen beruflichen oder privaten Herausforderung. Ein Hobby ist dabei nicht unbedingt die richtige Lösung, da es zwar Ablenkung und Abwechslung bietet, jedoch selten eine Herausforderung, wie es eine akademische Weiterbildung neben dem Beruf sein könnte.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Egal, ob man dabei einfach angestaubtes Wissen aufarbeiten-, neue Dinge ausprobieren oder einen Abschluss machen möchte, für die Weiterbildung stehen verschiedene Einrichtungen und Institute zur Verfügung. Zum einen wären da die Volkshochschulen. In nahezu jeder Gemeinde ansässig hat man dort die Möglichkeit in Abend- oder Wochenendkursen einmalige Vorträge oder ganze Veranstaltungsreihen zu besuchen. Von Sprach- und EDV-Kursen über Sportangebote bis hin zu Rhetorikworkshops und Businessangeboten halten die VHSen nicht nur für gelangweilte Hausfrauen viele Möglichkeiten parat. In einem Turnus, der sich dem von Hochschulsemestern anpasst, werden die Kurse für alle Interessierten angeboten.

VHS

Der Besuch einer VHS hält einige Vorteile bereit: Zum einen sind die Kosten relativ gering, vor allem im Vergleich zu Instituten, die richtige Fernstudien oder -kurse anbieten. Die Besucher unterliegen nicht dem Druck von Klausuren und lernen in entspannter Atmosphäre nur für sich und ihren eigenen Wissensdurst. So ist ein angenehmes Lernklima zu erwarten, um eine interessengesteuerte Weiterbildung neben dem Beruf zu ermöglichen. Man darf jedoch von solchen Einrichtungen auch nicht zu viel erwarten. Meistens geht es darum, das Wissen, das vermittelt werden soll, für eine breite Masse an Interessierten aufzubereiten. Für spezifische Vertiefungen ist also oftmals kein Platz. Zertifikate oder sogar anerkannte Studienabschlüsse, sind an der VHS selbst nicht zu erwerben.

AKAD

Wer also einen Bachelor oder Master in einem Fach, das der eigenen Arbeit dient – oder auch nur aus reiner Freude am Wissenserwerb und den entsprechenden Inhalt, absolvieren möchte, für den bietet sich ein Fernstudium an. Bei der AKAD können so zum Beispiel vorwiegend Studiengänge der Betriebswirtschaftslehre und der Ingenieurwissenschaften absolviert werden – und das auch ohne vorher ein Abitur gemacht zu haben. Die Lernunterlagen werden den Studierenden zusammen mit den Prüfungsaufgaben und einem Zugang zur Onlinehochschule per Post zugestellt. Bei dieser Onlinehochschule hat der Student die Möglichkeit, sich auch online mit Kommilitonen auszutauschen und sich unterstützen zu lassen sowie selbst zu unterstützen. Regelmäßig finden auch Studienseminare statt, die in der Regel einen Tag dauern und zum Austausch mit Dozenten und der Prüfungsvorbereitung dienen. Die Prüfungsaufgaben werden mit diesen Hilfen und vor allem natürlich eigenverantwortlich von zu Hause aus gelöst und eingeschickt. Ist die Prüfung bestanden, erhält man das Ergebnis per Post und kann zu den nächsten Kursen übergehen.

Vor- und Nachteile

Gerade deshalb, weil für ein solches Studium nicht unbedingt ein Abitur erforderlich ist, und weil mein zwischen alten und neuen Studienabschlüssen wählen kann, bietet solch ein Fernstudium, das man neben der Arbeit abhandeln kann, viele Vorteile. Nachteilig ist jedoch, das ein noch höheres Maß an Selbstdisziplin als beim regulären Hochschulstudium an den Tag gelegt werden muss. Niemand kontrolliert den Arbeitsaufwand, den man betreibt, niemand hält den inneren Schweinehund in Zaum, wenn man abends müde von der Arbeit kommt und dann noch lernen soll.
Fakt ist: Eine Weiterbildung neben dem Beruf erfordert Zeit und Disziplin, die man jedoch sicher gerne investiert, wenn man dafür mit einer Gehaltserhöhung oder einer Beförderung belohnt wird.

Foto: Kaarsten – Fotolia

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