Wer sein erstes Geld verdient, kann sich manches leisten, was vorher nicht möglich war. So attraktiv es ist, sich vom eigenen Gehalt zunächst Wünsche zu erfüllen, dabei sollte es nicht bleiben. Frühzeitige finanzielle Vorsorge ist für Einsteiger immer sinnvoll, denn mit der Schaffung eines soliden Finanzfundaments können auch zukünftige Herausforderungen erfolgreich gemeistert werden.

Erste Priorität: die eigene Existenz sichern

Im Fokus finanzieller Entscheidungen sollte zunächst die Existenzsicherung stehen. Dazu gehört als erstes die Bildung einer Reserve für unvorhergesehene Fälle. Zwei bis drei Monatsgehälter sollten dafür zurückgelegt werden. Wichtig ist dabei die Liquidität der Reserve. Tagesgelder, aber auch das klassische Sparbuch eignen sich hierfür besonders gut. Darüber hinaus ist ausreichender Versicherungsschutz notwendig. Die Berufsunfähigkeitsversicherung und die Unfallversicherung sichern existenzielle Risiken ab, die für Einsteiger oft zunächst fern scheinen, in der Praxis aber häufiger auftreten als gedacht. Unbedingt zu empfehlen ist auch die private Haftpflichtversicherung. Solange keine Familie zu versorgen ist, muss dagegen nicht zwingend eine Lebensversicherung abgeschlossen werden.

Ziele setzen – Vermögen bilden

Mit systematischer Kapitalbildung kann nicht früh genug angefangen werden. Ob es später um größere Anschaffungen, Wohnungseigentum oder die Altersversorgung geht, für viele Lebensziele und -abschnitte wird Kapital benötigt. Sparen ermöglicht die Umsetzung. Auch bei zunächst begrenztem Gehalt lässt sich systematischem Sparen – zum Beispiel über Sparpläne – im Zeitablauf ein ansehnliches Vermögen aufbauen. Welche Geldanlagen dabei in Betracht kommen, hängt wesentlich von den jeweiligen Anlagezielen ab. Auch die persönliche Einstellung zu Rendite und Risiko spielt eine Rolle. Berufsanfänger können sich oft noch größere Risiken leisten, reine Spekulation führt allerdings nicht unbedingt zum Erfolg. Wer auf Sicherheit setzt, wird Bankeinlagen, den Bausparvertrag oder festverzinsliche Wertpapiere bevorzugen. Für Risikobereitere bieten Aktien eine Möglichkeit. Für Risikostreuung kommen vor allem Investmentfonds in Frage. Langfristig hat sich eine Strategie bewährt, bei der in unterschiedliche Anlagekategorien investiert wird. Das ist mit Fonds besonders gut möglich.

Finanzberatung: Know How nutzen

Gerade für Einsteiger empfiehlt sich eine qualifizierte Finanzberatung bei der Auswahl geeigneter Geldanlagen. Denn oft ist das Finanzwissen noch nicht sehr ausgeprägt. Ein guter Berater wird gemeinsam mit seinem Kunden eine langfristige Vermögensplanung und -perspektive entwickeln, die die persönlichen Ziele berücksichtigt.

Picture: mopsgrafik – Fotolia