Berlin, früher eine subventionierte Enklave mitten in der sozialistischen Versuchswirtschaft der DDR, ist – spätestens seit der Ernennung zur deutschen Hauptstadt – zu einer boomenden Stadt geworden. Der Umzug der meisten Ministerien mit der großen Anzahl an Beschäftigten und die Ansiedlung mehrerer internationaler Unternehmen haben die Stadt an der Spree wirtschaftlich gestärkt und eine große Anzahl qualifizierter Arbeitsplätze entstehen lassen.

In Berlin arbeiten und im Umland wohnen

Die Attraktivität dieser Stadt wird auch geprägt von den guten Arbeitsangeboten sowie von den Möglichkeiten, im Brandenburger Umland stadtnah und trotzdem mit einem dörflichen Charakter wohnen zu können.
Berlin ist zudem eine Stadt, in der gesuchte Fachkräfte eine überdurchschnittliche Chance auf einen gut dotierten und interessanten Arbeitsplatz haben. Selbstverständlich darf und sollte nicht verschwiegen werden, dass Berlin eine im Bundesdurchschnitt eher hohe Arbeitslosenzahl hat. Diese Arbeitslosen sind allerdings in der großen Mehrzahl schlecht ausgebildete Kräfte, die durch eine gezielte Qualifizierung eine erhebliche Steigerung der Jobchancen verzeichnen könnten.

Dem Mittelstand geht es gut

Auch wenn der Mittelstand insgesamt eine positive Momentaufnahme der wirtschaftlichen Situation gibt, ist der Fachkräftemangel spürbar. Gesuchte Fachkräfte sind gut ausgebildete Ingenieure sowie Fachkräfte im gesundheitlichen Bereich wie Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern. Hier liegt Berlin im Bundestrend, kann allerdings durch attraktive Wohnbedingungen punkten. So sind Fachkräfte aus diesen Bereichen bereit, einen Umzug nach Berlin in Kauf zu nehmen, die Unterstützung durch das entsprechende Unternehmen voraussetzend.

Berlin kann als klassische Bildungsstadt auf Absolventen hoffen

Auch wenn die Stadt durch hohe Investitionen im Bildungsbereich auf eine hohe Zahl von Absolventen hoffen kann, wird diese den tatsächlich vorhandenen Fachkräftemangel nicht kurzfristig ausgleichen können.
Daher sind die Möglichkeiten für einen Zuzug von Fachkräften erleichtert worden. Die Nähe zu Polen beispielsweise und auch der kosmopolitische Ruf der Stadt lassen da einiges erwarten.
Im Pflegebereich könnten eine Intensivierung der Ausbildungsbemühungen und eine Erleichterung der Zugangsvoraussetzungen mittelfristig Abhilfe schaffen.

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