China als größter Staat der Erde verzeichnet weiterhin ein hohes Wirtschaftswachstum. 2012 erreichte es mit 7,8 % zwar die geringste Zahl seit dreizehn Jahren, von einem solchen Plus innerhalb eines Jahres können die meisten Länder jedoch nur träumen. 2013 prognostizieren Forscher wieder einen höheren Zuwachs.

 


Chinesische Wirtschaft mit hohen Wachstumsraten

Die Regierung Chinas betrachtete das Jahr 2012 sorgenvoll, die Schuldenkrisen in der Euro-Zone und in den USA sorgten für einen schwächelnden Export. Dennoch wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 7,8 %. Das Land soll sich nach Auffassung der Regierenden jedoch noch schneller von einem Entwicklungsland zu einem Industriestaat umwandeln. Die Chancen stehen gut: Das bisher Erreichte erstaunt bereits, selbst in weltökonomisch unsicheren Zeiten legt die chinesische Wirtschaft stark zu. 2013 deutet vieles darauf hin, dass das Wachstum deutlich die 8 %-Marke übertrifft. Dafür sorgt auch der Staat, welcher die Industrie mit umfangreichen Konjunkturmaßnahmen fördern will. China investiert zum Beispiel massiv in den Energiesektor sowie in den Wohnungsbau. Weiterhin engagieren sich viele ausländische Firmen in dem Land, welches über eine Vielzahl an günstigen Arbeitskräften verfügt. Auch deutsche Firmen drängen auf den Markt wie z.B. der Unternehmer Carsten Maschmeyer, der sich gerade an einer chinesischen Musik-Plattform beteiligt hat.  Das Bildungssystem entlässt außerdem, insbesondere in den Großstädten, viele gut ausgebildete Fachkräfte. Zugleich erwirtschaftet sich der Staat jährlich einen hohen Handelsbilanzüberschuss, den er für Investitionen nutzen kann.

Diesen Herausforderungen muss sich China stellen

Die meisten Anzeichen weisen darauf hin, dass der wirtschaftliche Aufstieg Chinas anhalten wird. Die undemokratische Verfassung des Landes stellt kein Hindernis dar. Ohne Beteiligung der Bürger kann das Regime seine wirtschaftspolitischen Vorstellungen sogar konsequenter durchsetzen, Proteste gegen schlechte Arbeitsbedingungen werden beispielsweise niedergeschlagen. Infrastrukturelle Großprojekte wie Kraftwerke, Stromtrassen und Kraftwerke realisiert die Regierung ohne Berücksichtigung lokaler Vorbehalte. Allerdings erkennen mittlerweile auch die Verantwortlichen, dass der bisherige Kurs gewisse Risiken birgt. Das enorme Wohlstandsgefälle zwischen Stadt- und verarmter Landbevölkerung sorgt für soziale Spannungen. Auch auf die zunehmende Überalterung der Bevölkerung muss die Staatsführung reagieren, die Ein-Kind-Politik macht sich zunehmend bemerkbar. Das rasante Wachstum  führt zudem zu gravierenden Umweltproblemen, wie unter anderem der dichte Smog in den Metropolen zeigt. China braucht eine Strategie, welchen ökonomischen Fortschritt mit sozialem Ausgleich und Umweltschutz verbindet.

China auf dem ökonomischen Vormarsch

Selbst während der globalen Banken- und Schuldenkrise wächst die chinesische Wirtschaft, wenn auch etwas weniger als in den Vorjahren. Die Perspektive sieht weiterhin positiv aus. China verfügt über ein großes, preiswertes Arbeitskräftepotenzial, das ausländische Investoren in das Land lockt. Das Bildungssystem funktioniert, der Staat hat umfassende finanzielle Mittel zu Investitionen. Soziale Spannungen, der demografische Wandel sowie Umweltprobleme harren aber der Lösung.

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