Die Literatur unterteilt im Allgemeinen die Wettbewerbstrategien in drei Richtungen: Abnehmergerichtete, konkurrenzgerichtete und absatzmittlergerichtete Strategien.

Die abnehmergerichteten Strategien haben das Ziel, langfristig die Wettbewerbsvorteile auf dem Markt zu planen und zu kommunizieren. Man kennt hier zwei Richtungen. Zum einen die Qualitätsführerschaft, wo Leistungs- und Qualitätsvorteile im Vordergrund stehen, zum anderen die Kostenführerschaft, bei der vorhandene Kostendegressionseffekte für eine niedrige Preisstruktur genutzt werden. Bei einer Entscheidung zwischen diesen beiden Strategien sind die Konkurrenzstärke und Produktart wichtige Entscheidungsfaktoren.

Bei den konkurrenzgerichteten Strategien geht es darum, den vorhandenen Kundennutzen gegenüber seiner Konkurrenz hervorzuheben und sich somit einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Dabei kann man vier verschiedene Strategien wählen: Bei der Kooperationsstrategie arbeitet man mit einem oder mehreren Wettbewerbern zusammen. Bei der Konfliktstrategie hingegen wird aggressiv gegeneinander gearbeitet. Will man dem Wettbewerbsdruck hingegen vermeiden, verfolgt man die Ausweichstrategie und passt man sein Verhalten dem der anderen an, so verfolgt man eine Anpassungsstrategie.

Die absatzmittlergerichtete Strategie ist eine Strategie, welche eher im B2B – Bereich angesiedelt ist. Diese Strategien richten sich vom Hersteller an den Händler. Auch diese Strategie lässt sich unterteilen. Zielen die Handlungen des Herstellers darauf ab, ein Produkt auf den Markt zu drücken und somit eine Nachfrage zu schaffen, so spricht man von der Push-Strategie. Versucht der Hersteller hingegen den Konsumenten so zu beeinflussen, dass beim Händler ein Nachfragesog entsteht, so spricht man von der Pull-Strategie.

Ich persönlich bevorzuge keine der Strategien von vornherein. Es ist doch sehr abhängig von der Wettbewerbssituation und dem Produkt, welche Strategie sinnvoller wäre. Zum Beispiel: Handelt es sich um ein an sich neuartiges Produkt, so würde ich zunächst die Pull-Strategie wählen, um zu sehen, ob ein Nachfragesog und somit Bedürfnis entsteht oder nicht. Wurde das Produkt vom Markt angenommen und besteht geringe Konkurrenz, so würde ich die Qualitätsführerschaft anstreben.

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