Berufliche Veränderungen ab 40 werden immer mehr zum Thema dieser Altersgruppe. Es gibt verschiedene Gründe, warum sich Menschen in diesem Alter noch einmal beruflich neu orientieren möchten. Sei es die Hausfrau, die sich in den letzten Jahren ganz der Kindererziehung gewidmet hat oder der Arbeitnehmer, der sich in dem derzeitigen Job einfach nicht mehr wohl fühlt.

Mit 40 Jahren noch einmal das Unternehmen zu wechseln oder sich gar neu zu orientieren ist ein großer Schritt. Hinzu kommt, dass Menschen in diesem Alter als zu „alt“ eingestuft werden und von den jungen Mitarbeitern gemobbt werden. Dies ist heute leider keine Seltenheit mehr am Arbeitsplatz. Und genau deshalb sollte man die Karriere 40 plus anstreben, um sich selbst zu beweisen, dass man noch lange nicht „zum alten Eisen“ gehört und den jungen Kollegen zeigen wie wichtig Erfahrung im Unternehmensalltag ist. Neue Idee und innovative Vorschläge sind wichtig und zukunftsorientiert, doch nicht immer ist der jugendliche Leichtsinn die richtige Entscheidung.

 

Man sollte sich im Klaren darüber sein, was man genau möchte und was man von dem neuen Betrieb oder dem neuen Chef erwartet. Wenn man sich dann ganz sicher ist ob man diesen Schritt in die berufliche Veränderung wagen möchte, sollte man es auf jeden Fall tun. Junge Erwachsene probieren ständig neue Sachen aus. Man gehört mit diesem Alter noch lange nicht ins Altersheim und außerdem hat man einiges an Erfahrung gesammelt, dass man perfekt als Pluspunkt bei einem Bewerbungsgespräch einsetzen kann.

Neurorientierung oder Firmenwechsel?

Ob man nur den Arbeitgeber wechselt oder sich komplett neu orientiert, das einzige Problem darin besteht, dass einige Chefs nur junge Mitarbeiter in ihrem Betrieb haben möchten. Die Angst, dass ältere Menschen öfter krank werden ist vollkommen aus der Luft gegriffen. Junge Damen bekommen Kinder und fallen 3 Jahre aus. Diese und andere Argumente sollten man sich, vor einem Vorstellungsgespräch, zurechtlegen und damit seine Vorteile präsentieren.

Sollte man sich vollkommen neu orientieren, muss man allerdings seine Vorteile und Erfahrungen sehr gut vortragen können und damit auftrumpfen. Selbstsicherheit ist ein Muss!

Man sollte sich mit der Idee einer späten beruflichen Veränderung nicht entmutigen lassen. Es gibt immer noch sehr viele Betriebe, die auf Erfahrung und Wissen der älteren Generation Wert legen, denn kein junger Mitarbeiter hat die Erfahrung und das Wissen dass man selbst in diesem Alter vorweisen kann. Hören Sie in sich hinein und glauben Sie nicht, dass ihr Alter ihre Berufswünsche erstickt.

Bild: ThinkstockPhotos, 162426384, iStock, Jacob Wackerhausen

4 Responses

  1. Alexandra

    Nette Theorie! Als gut qualifizierte Arbeitskrfaft mit Spitzenzeugnis habe ich über ein Jahr ohne Erfolg eine neue Stelle gesucht. Was ich mir in den gefühlten 5.000 Vorstellungsgesprcähen anhören musste war zum Teil eine Frechheit. Abgesehen davon, dass man teilweise als Bittsteller behandelt wird, wird versucht gute Arbeit mit hohem Erfahrungswert für einen Apfel und ein Ei einzukaufen. Wo ist da die Perspektive? Der Sinn eines Wechsels sollte eine Verbesserung sein und nicht das am Ende das alte Netto das neue Brutto ist.

  2. Christine Böhm

    Hallo und guten Tag,

    ich habe eben Ihren Artikel gelesen vom September 2010.
    Eine Frage: Haben Sie mittlerweile eine Arbeitsstelle gefunden, die zu Ihnen passt und die Ihnen auch wirklich gefällt?
    Wenn nicht oder wenn Sie sich trotzdem informieren möchten, dürfen Sie mich gerne kontaktieren, denn ich habe die Möglichkeit, den Menschen, die es wollen, eine berufliche Perspektive mit Aufstiegsmöglichkeiten anzubieten.
    Bei Interesse erhalten Sie natürlich mehr Infos.

    Mit freundlichen Grüssen

    C. Böhm

  3. Steve

    Ich kann Ihnen (Alexandra) nur 100% beipflichten. Im Schwitzkasten einer kranken Leistungsgesellschaft, welche am Halsband einer erdrückten Globalisierung hängt, verändert sich der Blick auf den qualifizierten Mitarbeiter signifikant. Er ist heutzutage nur ein gewinnträchtiges Instrument, was gerne überqualifiziert sein, aber nichts kosten soll. Empathie und soziale Werte fallen unter den Tisch. Die Einstellungsbarrieren werden ad adsurdum geführt und manchmal hab auch ich mich gefragt, ob der gegenüber seinen selbstherrlichen Monolog, welcher klang als wäre er vom Teleprompter abgelesen, überhaupt ernst meint. Ich würde keinem Ü40ger mehr empfehlen einen Quereinstieg zu wagen, selbst wenn er sich dazu ein Studium angetan hat. Mir hat es nichts gebracht und auch ich habe mir Dinge anhören müssen, die eher an Freibeuter-Moral erinnern, als an faire Bezahlung von qualifizierter Mitarbeit.

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