Corporate Social Responsibility bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihr Ansehen bei Mitarbeitern und Kunden gleichermaßen zu verbessern. Soziales Gewissen ist zwar nicht die wörtliche, aber die inhaltlich am besten passende Übersetzung für den Begriff Corporate Social Responsibility. Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg sieht im CSR ein großes Potential für mittlere und kleinere Betriebe und entwickelte ein Modell, die soziale Kompetenz mit der Frauenförderung zu verbinden.

Was ist CSR?

CSR ist die Abkürzung für Corporate Social Responsibility und bedeutet, dass Unternehmen sich ihrer Verantwortung für Mensch und Umwelt bewusst sind und in diesem Bereich deutlich mehr leisten, als der Gesetzgeber ihnen vorschreibt. Die den Prinzipien des CSR verpflichteten Unternehmen lassen die sozialen und ökologischen Auswirkungen ihrer Entscheidungen und ihrer Tätigkeiten durch geschulte Fachkräfte untersuchen. Die Beachtung der Regeln des Corporate Social Responsibility bieten den Unternehmen wesentliche Vorteile, da sie die öffentliche Meinung positiv beeinflusst und somit zu einer Verbesserung von Umsätzen und Unternehmensgewinnen beiträgt. Die ISO-Norm 26000 bietet interessierten Unternehmen Anhaltspunkte und Beispiele für die praktische Anwendung von CSR-Maßnahmen.

Das Modell der Hochschule

Das von der Hochschule geförderte Projekt besteht darin, dass zwanzig Studentinnen zunächst an einer CSR-Ausbildung an der Hochschule teilnehmen und ihr Wissen anschließend während eines viermonatigen Praxiseinsatzes anwenden. Für den praktischen Einsatz wurden zehn Betriebe ausgewählt, so dass in jedem Unternehmen zwei Studentinnen tätig sind. Das gesamte Projekt wird durch die Hochschule begleitet, die Erfahrungen sollen in ein CSR-Handbuch einfließen, welches nach dem Projektende im Jahr 2014 öffentlich vorgestellt werden soll. Zu den Kosten des Projektes tragen der Europäische Sozialfonds der EU sowie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit insgesamt 210 000 Euro bei. Die teilnehmenden Studentinnen haben betriebswissenschaftliche oder technisch-ingenieurwissenschaftliche Studiengänge belegt.

Chancen für die teilnehmenden Frauen und Betriebe

Viele kleine und mittlere Unternehmen klagen, dass sie bei der Anwerbung von Fachkräften nicht mit großen Firmen wie z.B. AWD konkurrieren können. Mit der Einführung in das CSR gewinnen sie einen Wettbewerbsvorteil gegenüber diesen und gewinnen zugleich an Ansehen bei Verbrauchern. Die Studentinnen tragen wesentlich zur Entwicklung der sozialen Kompetenz der Unternehmen, in welchen sie eingesetzt werden, bei und haben bei der späteren Stellensuche den Vorteil eines begleiteten CSR-Praktikums.

Bildquelle: Benicce – Fotolia

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