Manche Schüler konzentrieren sich allein auf das Abitur, mit dem weiteren Ausbildungsweg beschäftigen sie sich nicht. Eine solche Unbekümmertheit kann wertvolle Zeit kosten und Ausbildungsmöglichkeiten verbauen. Schüler sollten sich deshalb schon früher um ihre Zukunft kümmern, vor allem um keine Bewerbungsfristen zu verpassen und rechtzeitig nach Alternativen Ausschau halten zu können.

Bereits vor dem Abitur beruflich orientieren

Nur wenige Schüler haben während ihrer Schulzeit schon einen Traumberuf fest vor Augen, auf den sie zielstrebig hinarbeiten. Die meisten können sich lange Zeit für keinen Berufswunsch entscheiden, sie verfügen höchstens über einige unausgereifte Ideen. Deshalb sollten sich Schüler damit intensiver auseinandersetzen, um Klarheit zu schaffen. Nur auf dieser Basis können sie anschließend ihre Ausbildung planen, sich über die Optionen informieren und erste wichtige Entscheidungen fällen. Im ersten Schritt sollten sie ihre Interessen niederschreiben und überlegen, welche Berufsbilder dazu passen und ob diese attraktive Perspektiven bieten. Im zweiten Schritt sollten sie sich eingehend mit den notwendigen Qualifikationen, den Ausbildungsinhalten und den Tätigkeitsbeschreibungen im späteren Job befassen. Der Abbruch von Studiengängen und beruflichen Ausbildungen gründet meist in mangelndem Wissen, da sich viele Abbrecher ein Studium oder einen Beruf oftmals anders vorgestellt haben. Mit einer ausreichenden Recherche meiden Schüler solche Irrwege. Zudem empfehlen sich konkrete Einblicke, zum Beispiel mit dem Besuch von Vorlesungen oder einem Schülerpraktikum. Wer sich grundlegend informieren möchte, der kann zum Beispiel auch die Bundesagentur für Arbeit aufsuchen und sich hier beraten lassen oder im Internet spezielle Angebote, beispielsweise unter http://myfirstcoach.de/ nutzen und hier wertvolle Informationen einholen.

Rechtzeitig die Ausbildung vorbereiten

Wer nach dem Abitur ein Studium aufnehmen möchte, sollte sich umfassend über Studiengänge und Universitäten informieren. So sollten sich Schüler fragen, welches Angebot den eigenen Bedürfnissen am ehesten entspricht. Interessierte finden eine Vielzahl an Studienmöglichkeiten vor, die sich auch im selben Fachgebiet durch verschiedene Schwerpunkte unterscheiden können. Manche Studiengänge erweisen sich etwa sehr theoretisch, andere Unis legen großen Wert auf Praxisnähe. Bei dieser Auswahl sollten Schüler die Aufnahmebedingungen begutachten, für viele Fächer gilt ein Numerus Clausus. Mit einem schlechten Notendurchschnitt sollten junge Menschen Hochschulen mit geringerer Nachfrage ins Visier nehmen, dort haben sie größere Chancen. Auch die Formalitäten verdienen Beachtung, so differieren Bewerbungsfristen und die Art des Bewerbungsantrags. Möchte jemand direkt nach dem Abitur im Wintersemester mit dem Studium beginnen, ist häufig Eile angesagt. Ziehen Schüler eine berufliche Ausbildung vor, sollten sie Bewerbungen bereits einige Monate vor dem Abitur versenden.

Die Zukunft engagiert anpacken

Spätestens in der 12. Klasse sollten sich Schüler ernsthafte Gedanken über ihren weiteren beruflichen Weg machen. Dazu gehört, sich mit Ausbildungen und Arbeitstätigkeiten zu beschäftigen und sich auf einen Berufswunsch festzulegen. Anschließend sollten sie die konkrete Planung angehen und zum Beispiel Bewerbungen formulieren. Die Jobberatung der Arbeitsagentur kann hier genauso weiterhelfen, wie spezielle Angebote im Internet.

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