Aufbauend zum Beruf des Industriekaufmanns können unterschiedliche Weiterbildungsmaßnahmen absolviert werden. Dazu gehören unter anderem der Industriefachwirt, der Betriebswirt, der IHK-Ausbilder und der Bilanzbuchhalter. Die Möglichkeiten sollen im Folgenden kurz dargestellt werden.

Weiterbildung zum Industriefachwirt IHK

Die Weiterbildung zum Industriefachwirt IHK ermöglicht einen Aufstieg ins mittlere Management, da in diesem Lehrgang Kompetenzen vermittelt werden, die für den Einsatz zu vielseitigen Aufgaben dienlich sind. Dazu zählen unter anderem leitende Positionen. Zum Ende der Weiterbildung findet eine IHK-Prüfung statt.

Bezüglich der Fachrichtung kann zwischen unterschiedlichen Spezialisierungen gewählt werden. Zudem wird den Interessierten ein umfangreiches Wissen über Grundlagen der Volks- und Betriebswirtschaftslehre vermittelt sowie Kenntnisse aus den Bereichen Recht und Statistik, Finanzierung und Jahresabschluss. Außerdem werden Lehrgänge zu Personal- und Produktionswirtschaft und auch zur Informationstechnologie angeboten.
Voraussetzung für die Weiterbildung zum Industriefachwirt ist natürlich eine abgeschlossene Ausbildung zum Industriekaufmann mit anschließenden zwei Jahren Berufserfahrung. Die vorbereitenden Lehrgänge dauern je nach Teil- oder Vollzeit der Weiterbildung zwischen neun Monaten und 2,5 Jahre. Angeboten werden die Lehrgänge sowohl von privaten als auch von öffentlichen Bildungsinstitutionen.

Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter

Eine Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter ist auf jeden Fall empfehlenswert, da es sich um eine Berufsgruppe handelt, die zu den „betrieblichen Spezialisten“ gehört und mit diesem Abschluss stehen die Türen für Führungspositionen im Unternehmen offen. Zudem wird der Beruf des Bilanzbuchhalters gut bezahlt und er ist abwechslungsreich und interessant.
Zu den Aufgaben eines Bilanzbuchhalters gehören unter anderem das Organisieren des Finanz- und Rechnungswesens, die Berichterstattung, das Erstellen von Jahresabschlüssen sowie Planungs- und Kontrollentscheidungen. Voraussetzung ist auch natürlich wieder eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung.

Studium der Betriebswirtschaftslehre

Ein Studium der BWL bietet sich ebenfalls nach der Ausbildung zum Industriekaufmann an. Das Studium ist als Weiterbildung zum Betriebswirt zu verstehen und erfolgt aktuell im Bachelor-System, wobei im Anschluss die Möglichkeit besteht, den Master-Abschluss zu absolvieren.
Das Studium ist in zwei Schwerpunkte gegliedert. Zum einen in Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und andererseits in Spezielle Betriebswirtschaftslehre.
Die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre hat Planung, Organisation und Rechnungswesen zum Inhalt und sie ist dabei in Bezug auf Branchen und Funktionen übergreifend ausgerichtet.
Die Spezielle Betriebswirtschaftslehre hingegen ist auf bestimmte Fragen spezialisiert und in zwei Ansätze unterteilt: Institutionelle und funktionale Betriebswirtschaftslehren.

Bei guten Sprachkenntnissen ist nach der Weiterbildung auch ein beruflicher Einsatz im Ausland möglich.