Immer wieder lese ich in den Medien Berichte über Burn-out. Mittlerweile habe ich das Gefühl, das Syndrom ist eher ein gefährlicher Trend als eine ernstzunehmende Krankheit. Wenn Betroffene über ihr Leid klagen, frage ich mich, ob nicht alles nur noch schlimmer wird, wenn Burn-out in den Medien so präsent ist? Ich bin der Meinung, man bildet sich irgendwann sogar ein, diese Krankheit zu haben, nur weil man zeitweise die passenden Symptome aufweist. Anscheinend verbreitet sich das Leiden wie ein Virus. Aber kann Burn-out wirklich auf andere Menschen übertragen werden?

Ansteckungsgefahr durch persönliche Nähe

Tatsächlich haben Studien nun herausgefunden, dass dauerhaft negative Gedanken, Erwartungen und Gefühle unser Denken beeinflussen. Es arbeitet nicht mehr optimal, wodurch negative Gefühle und die damit verbundenen Symptome an andere übertragen werden. Wenn ihr also auf der Arbeit mit vielen Menschen zu tun habt, die kurz vor dem Burn-out stehen, besteht die Gefahr, dass sich eure Gemütslage automatisch verschlechtert und Produktivität sowie Konzentration nachlassen. Wenn ihr mit der Burn-out-Symptomatik häufig konfrontiert werdet, ordnet ihr kurzfristig erlebte Symptome schnell in diese Richtung ein. Das können selbst harmlose Kopfschmerzen sein. Grund für diese Reaktion ist die Vorbildfunktion eurer Mitmenschen, deren Symptome ihr automatisch bemerkt und unbewusst übernehmt. Lasst euch also nicht so leicht beeinflussen – so wirkt ihr der Ansteckungsgefahr entgegen!

Foto: Otmar Winterleitner – Fotolia

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