Seit 2004 existiert diese im Verbund mit der Düsseldorfer Marketing-Agentur Grey ins Leben gerufene Kampagne des Bundesverbandes für Alphabetisierung.

Sie soll ein in Deutschland vorhandenes, aber totgeschwiegenes Problem bewusst machen – die zunehmende Analphabetisierung der Bevölkerung.

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Die Kampagne erlangte dank reger Verbreitung in TV, Internet und auf Plakaten einen ziemlich hohen Bekanntheitsgrad – vom Standpunkt des Impacts her also dürfte das Projekt ein Erfolg gewesen sein.

Fraglich ist nur, ob der pathosschwangere Stil der Kampagne, der in manchen Momenten zwingend an die unfreiwillige Komik des „Du bist Deutschland!“-Desasters erinnert, seinen Zweck wirklich erreicht: Die 4 Millionen Analphabeten dazu zu bringen, das am Schluss eingeblendete Sorgentelefon anzurufen.

Online wurde die Kampagne vor allem durch die zahlreichen Parodien berühmt. Von „Schreib dich nicht ab – Lerne Ostdeutsch!“ bis zu „Schreib dich nicht ab – Geh zum Friseur“ ist eigentlich alles vertreten.

Die Kampagne ist für mich einer dieser Fälle, bei denen man sich etwas unsicher ist: Bekannt ist sie in jedem Fall ausreichend und sie erreicht über das Fernsehen wohl auch die Leute, die sie kriegen möchte – nur ist der Stil der Anzeigen so unerträglich aufdringlich, dass ich mich frage, wen die Macher damit positiv beeindrucken wollen.

Parodie – Schreib dich nicht ab: Lern ostdeutsch!

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