Angesichts der heutigen wirtschaftlichen Lage und der damit einhergehenden finanziellen Probleme durch ungerechte Verteilung und daraus entstehenden sozialen Schichten, wird das Thema ehrenamtliche Mitarbeit immer wichtiger. Viele Dienstleistungen könnten ohne die freundliche Mithilfe von Ehrenamtlichen Helfern nicht existieren.

Egal ob Hilfe bei der Essenausgabe von Obdachlosen, Tätigkeiten bei der Sortierung und dem Weitertransport für Kleidung aus der Kleiderspende oder einfach bei der Nachhilfe von Schulkindern, die mit dem Stoff aufgrund von Bildungsdefiziten nicht hinterherkommen – es gibt viele Bereiche in denen jeder einzelne helfen kann und die Welt ein Bisschen gerechter macht. Unentgeltlich helfen – da sind sich Psychologen einig – kann innerlich befriedigend wirken, auch für den Helfenden.

Ehrenamt statt Praktikum

Zwar liegen die USA mit ihren vielen Fundraiser-Aktionen, die selbstverständlicher in das alltägliche Leben eingebettet sind, noch vor uns, aber auch hierzulande finden immer mehr Menschen Freude daran, für andere da zu sein, und das nicht nur um die Weihnachtszeit. Immerhin gibt es einen Ehrenamtsfreibetrag
Eine Art Aufwandsentschädigung und Steuerbefreiungen für ehrenamtlich ausgeübte Nebentätigkeiten. Insbesondere junge Menschen, Auszubildende, Studenten und sogar Schüler engagieren sich immer stärker für die Gesellschaft. Viele überbrücken damit auch die Zeit der beruflichen Selbstfindung, beispielsweise mit dem freiwilligen sozialen Jahr. Andere arbeiten regelmäßig eine geringe Stundenzahl neben ihrem Vollzeitjob. Einige verbinden eine helfende Tätigkeit mit Praxiserfahrungen für ihren Job. Famulaturen in Entwicklungsländern sind für Medizinstudenten keine Seltenheit. Auch Anwärter für andere Gesundheitsberufe (z.B. Public health) lernen hier wichtige Dinge. Oft gibt es sowohl die Möglichkeit, zu helfen und dabei den eigenen beruflichen Werdegang nicht zu vernachlässigen. Auch wenn die Praxis oft eine Umstellung ist und zunächst ungewohnt und sehr prägend sein kann.

Nicht nur zu Weihnachten helfen

Hilfebedürftigkeit bei Menschen zeigt sich nicht nur in essentiellen Bedürfnissen wie dem nach Essen oder warmer Kleidung im Winter. Menschen, die sich aufgrund mangelnder finanzieller Mittel beispielsweise bei auftretenden Ungerechtigkeiten keinen Anwalt leisten können oder aufgrund von Schwerbehinderung oder ähnlichen Einschränkungen schwieriger an Unterstützung gelangen oder nicht wissen, dass Beratungskosten unter bestimmten Voraussetzungen getragen werden (Quelle: Kanzlei Samnee). Viele tendieren aufgrund dieses Unwissens leider dazu, rechtliche Kämpfe gar nicht erst anzutreten, auch wenn sie im Recht sind. Oder auch Menschen, die von Streetworkern oder Pharmazeuten mit Medikamenten versorgt werden müssen. Es gibt unzählige Wege zu helfen. Psychologische Betreuung hingegen sollte jedoch vorzugsweise von ausgebildeten Personen erfolgen. Einfaches Zuhören und Aufmerksamkeit schenken kann hingegen jeder und das bewirkt häufig auch schon sehr viel.

Nicht nur jetzt zur Vorweihnachtszeit sollten wir daran denken, was wir unsere Mitmenschen tun können und uns auf das Wesentliche besinnen.

Bildquelle: © Robert Kneschke – Fotolia

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