Wir leben in einem besonderen Zeitalter. Noch nie war die Welt so klein und schnelllebig. Noch nie war der globale Wettbewerb vor allem in der virtuellen Welt so groß wie heute. Das hat dramatische Folgen: Marken- und Produktpiraterie, Plagiate und Raubkopien sind Schlagwörter, die vor allem in der westlichen Welt für viele Unternehmer zu einer Existenzfrage geworden sind.

Wie reagieren, wenn der unbekannte Wettbewerber aus China, Thailand oder Indien das eigene Produkt kopiert und zu einem unschlagbar günstigen Preis auf dem Weltmarkt anbietet? Gibt es überhaupt Chancen, so etwas aufzuhalten? Wie realistisch ist es, dagegen gerichtlich vorzugehen?

Fakt ist zunächst einmal, dass der Raub geistigen Eigentums nicht in jedem Land dieser Erde eine kriminelle Tat ist und als solche gerichtlich verfolgt wird. Wird in solch einem Land ein Produkt kopiert, dann ist es fast unmöglich, dagegen gerichtlich vorzugehen.

Jeder, der ein spezielles Produkt herstellt, sollte bestrebt sein, mindestens zwei Voraussetzungen zu schaffen, um ein Kopieren zu verhindern:

1. Das Produkt so speziell herstellen, dass eine Kopie extrem extrem teuer und aufwendig wird.
2. Das Herstellungsverfahren so verfeinern, dass es ohne spezielle Kenntnisse nicht nachahmbar ist.
3. Das Produkt möglichst patentieren lassen.

Sind diese Voraussetzungen gegeben, ist es für den kriminellen Kopierer zumindest um einiges schwerer, unter falschem Brand zu kopieren.