Immer öfter werden bei Bewerbungen handschriftliche Lebensläufe verlangt. Was wie ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten erscheint, hat einen tieferen Sinn: Entweder ist für den Job die Handschrift sehr wichtig oder es soll ein graphologisches Gutachten erstellt werden.

Inbesondere bei Lehrern und Ausbildern ist die Handschrift noch immer wichtig, ebenso bei Sekretärinnen und Kommunikationskaufmännern-und frauen. Die Handschrift kann (angeblich) auch viel über die Persönlichkeit der Person aussagen. Daher wird sie häufig bei Einstellungstests mit herangezogen.

In einem graphologischen Gutachten ziehen Experten Rückschlüsse auf die Charaktereigenschaften des Bewerbers, und das obwohl der wissenschaftliche Gehalt der Graphologie umstritten ist.

Üben!

Wenn man aber nicht um eine handschriftliche Probe herum kommt, dann sollte man zunächst ein wenig üben. Denn die Jahre und Jahrzehnte der Tastenhauerei fordert ihren Tribut: Viele Menschen können kaum mehr einen Satz freihändig verwacklsfrei schreiben. Lockern Sie Ihre Hände und Finger und schreiben Sie auf einer Seite einfach mal so drauflos. Das Wichtigste: Bloß nicht verkrampfen!

Aufsatz!

Ein handschriftlicher Lebenslauf wird immer in Aufsatzform geschrieben. Das heißt: in ganzen, zusammenhängenden Sätzen. Aber werden Sie nicht zu poetisch, achten Sie auf einen angemessenen, seriösen Stil. Da nun kein Textprogramm einschreiten kann, ziehen Sie den Duden zu Rate. Mit einer mangelhaften Rechtschreibung ist der Weg zum Vorstellungsgespräch bereits verbaut.

Stift und Papier! 

Filzstift auf Kopierpapier hinterlässt bei einer Bewerbung keinen guten Eindruck. Es empfiehlt sich mit einem Füllfederhalter auf hochwertigem Papier zu schreiben. Da Sie bei Verschreibern nicht die Löschtaste drücken können, müssen Sie leider noch mal von vorne beginnen, denn auf den Tintenkiller müssen Sie bedauerlicherweise auch noch verzichten.

Lassen Sie nach dem erfolgreichen Verfassen die Tinte gut trocken. Pusten Sie bloß nicht über die noch feuchte Tinte. Was dann passieren kann, wissen Sie ja noch aus Schultagen!